Ratsgruppe gegen Projekt: Keine „Mückenaufzuchtsstation“

Klares Nein zum See

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Der diskutierte Ilmenausee am Herzogenplatz wäre nach Fertigstelung halb so groß wie der Ratsteich.

nre Uelzen. Was der Bau eines Ilmenausees am Herzogenplatz kosten würde, dazu wurden bislang keine Angaben gemacht; für die Ratsgruppe aus Grünen, FDP und Piraten spielen diese Zahlen aber auch keine Rolle mehr:

Die Gruppe hat ihre Position zum Projekt gefunden, wie der Gruppen-Vorsitzende Karl-Heinz Schmäschke nun der AZ sagte. Die Ratsherren und -frauen sprechen sich gegen den Bau des Sees aus.

„Wir rechnen den Initiatoren ihr Engagement hoch an“, so Schmäschke. Aber die Ratsgruppe erachte das Projekt als „wenig sinnvoll“ für die Stadt Uelzen.

Der von den Initiatoren und Befürwortern des Projektes erhoffte Effekt, dass die Stadt mit dem See attraktiver wird und junge Menschen Uelzen dann verstärkt als ihr neues Zuhause erwählen, werde nicht eintretten, sagte Schmäschke. „Ausreichend Kindergartenplätze, ein Kino, vielleicht noch ein Theaterangebot – danach halten junge Familien Ausschau“, sagte der Ratsherr. Eine – so Schmäschke wörtlich – „Mückenaufzuchtsstation in der Innenstadt“ werde nicht zu einem Einwohnerzuwachs führen, sie koste nur Geld.

Die Gruppe Grüne/FDP/Piraten hat sechs Plätze im Uelzener Stadtrat, der insgesamt aus 39 Gewählten besteht. Bereits auch deftige Kritik an den Plänen für einen Ilmenausee geübt hatte die Fraktion „Wir für Uelzen“ mit Margrit und Susanne Niebuhr. Keinen Cent dürfe für das Projekt ausgegeben werden, erklärte Susanne Niebuhr im Rahmen der Haushaltsdiskussion für 2018.

Die Idee zum See stammt vom Verein „Ilmenaustadt“. Erste Gutachten hatten ergeben, dass der See aus verkehrlicher, wasserrechtlicher und auch aus naturschutzrechtlicher Sicht realisierbar wäre. Planungskosten in Höhe von rund 275.000 Euro wurden mit Sperrvermerk in den Haushalt eingestellt. Unklar sind bislang die Baukosten.

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