Klare Botschaft: Atomreaktoren abschalten

Etwa 40 Menschen hielten gestern Mittag auf Einladung der Bürgerinitiative gegen Atomanlagen Uelzen eine Mahnwache auf dem Herzogenplatz ab. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. „Die AKW-Katastrophen mahnen uns: Abschalten!“ Alfred Fahldieck, Mitglied der Bürgerinitiative (BI) gegen Atomanlagen Uelzen, richtete gestern Mittag auf dem Herzogenplatz deutliche Worte an die etwa 40 Teilnehmer einer Mahnwache.

Symbolträchtig um fünf Minuten von zwölf – und genau 25 Jahre nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl – veranstaltete die BI die Demonstration.

Mit einer Schweigeminute und dem Niederlegen von Blumen am Atomanlagen-Wegweiser gedachten die Teilnehmer der Opfer der AKW-Unfälle von Tschernobyl und Fukushima. „Wie viele Katastrophen braucht der Mensch?“ war auf einem der mitgebrachten Transparente der BI zu lesen. Der jüngste Unfall in dem japanischen Atomkraftwerk habe einen Bewusstseinswandel in der Öffentlichkeit bewirkt, sagte Fahldieck in seiner Ansprache. „Es ist bedauerlich, dass so viele Menschen erst durch so eine furchtbare Erfahrung aufgewacht sind.“ Zugleich bekräftigte er: „Gorleben ist als atomares Endlager ungeeignet.“

Die alten Reaktoren müssten sofort abgeschaltet werden, forderte Fahldieck. Die Alternative seien aber nicht gigantische Windparks oder oberirdische Stromtrassen. Stattdesen liege die Zukunft in einer dezentralen Energiewirtschaft: „Wir brauchen energieautarke Gebäude, Gemeinden und Regionen.“

Von Bernd Schossadowski

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