Ein Klappern...

. . . ließ Frau Uhlenköper aufschrecken. Gerade hatte sie sich in ihre Kissen gekuschelt und die Bettdecke bis zur Nase hochgezogen, als sie durch die gekippte Balkontür etwas hörte.

Madame warf die Bettdecke zurück und saß aufrecht – da draußen war doch jemand! Sie rüttelte an Herrn Uhlenköper, der schon fast geschnarcht hatte. „Guck mal nach“, drängelte sie den Mann und flüsterte gefährlich: „Da unten ist Einer!“ Herr Uhlenköper schnaubte unwillig. Doch da rappelte es wieder draußen! Ratzfatz sprang er aus dem Bett, riss die Tür auf und stob barfuß auf den verschneiten Balkon. Unter ihm raschelte es heftig – ein großer Hund war auf der unter dem Balkon liegenden Terrasse zu Gange. Als Herr Uhlenköper laut „Ttttschscht!“ rief und in die Hände klatschte, rannte der Streuner weg. Anschließend musste Frau Uhlenköper eine Gardinenpredigt über sich ergehen lassen, weil sie mal wieder „den großen Kühlschrank“ benutzt hatte: Auf der Terrasse stand ein Topf mit Bolognese-Sauce, der im Küchenkühlschrank einfach keinen Platz mehr gefunden hatte, und an dem sich der Vierbeiner gütlich getan hatte. Versprochen: Künftig wird sie im Winter keine Speisen mehr auf die Terrasse stellen. Nur noch Wein und Prosecco. Den dürften streunende Hunde ja wohl nicht anrühren, hofft Frau Uhlenköper.

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