Kita an der Niendorfer Straße startet Projekt mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises (awb)

Kita-Kinder sortieren Müll wie Profis

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Einen großen Müllberg haben die Kinder an der Niendorfer Straße in kurzer Zeit gesammelt und dabei allerhand Kurioses gefunden. Als Dankeschön gab es vom awb des Landkreises 100 kleine Schutzhandschuhe.

Uelzen – Zahnpasta-Tuben, Rasierer, Flaschen mit Haarfärbemittel und sogar einen Hula-Hoop-Reifen – die Jungs und Mädchen von der DRK-Kita Niendorfer Straße können gar nicht glauben, was sie alles im Gebüsch finden.

Ausgestattet mit einem Bollerwagen haben die Kinder gemeinsam mit ihren Erzieherinnen in den vergangenen Wochen bei ihren Spaziergängen Unrat eingesammelt, den sie in der Natur rund um ihre Kita gefunden haben.

In kürzester Zeit kam ein beachtlicher Müllberg zusammen. „Das ist die Zielgruppe, wo wir in Sachen Müllvermeidung noch etwas erreichen können“, erklärt Abfallberater Andreas Harnisch. „Im besten Fall geben die Kinder ihr Wissen zuhause an die Familie weiter.“

Und das machen die kleinen Müll-Experten laut Kita-Leiterin Alexandra Karp. „Die Oma eines Jungen wollte eine Wurst-Plastikverpackung in die Mülltonne werfen“, berichtet sie. Die Oma sei noch gar nicht bei der Tonne gewesen, da habe ihr der Enkel schon mitgeteilt, dass das doch in den gelben Sack gehöre.

Daran haben auch Andreas Harnisch und der awb-Leiter Simon George Anteil. Sogar ein Müllwagen fuhr im Rahmen der Projektwoche bei der Kita vor, um den Knirpsen zu zeigen, wie die Tonnen geleert werden. Der awb hat der Kita auch verschiedene Tonnen zur Verfügung gestellt, damit die Kinder das Mülltrennen üben können. Weil sie das so gut machen, gab es vom awb als Dankeschön 100 kleine Schutzhandschuhe, damit sie auch in Zukunft fleißig dem Müll auf die Pelle rücken können.

„Die Kinder wissen inzwischen ganz genau, welcher Müll in welche Tonne gehört“, berichtet Alexandra Karp. „Wir wollen ihnen zeigen, was sie in ihrer eigenen kleinen Lebenswelt für die Umwelt tun und wie sie Müll vermeiden können. Denn was man liebt, das schützt man auch.“

VON SANDRA HACKENBERG

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