Mitglieder wollen Beiträge sparen

Kirchenkreis beklagt mehr Austritte

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(Symbolfoto)

Uelzen/Landkreis. Die Kirchen-Austrittswelle ist auch in Uelzen angekommen: Der evangelisch-lutherische Kirchenkreis hat mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen.

Propst Jörg Hagen führt diese Entwicklung jedoch – anders als bundesweit begründet –nicht auf das neue Einzugsverfahren der Kirchensteuer auf Kapitalerträge zurück. „Das ist oft nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt."

„Die Angabe dieses Austrittsgrundes beruht häufig auf dem Missverständnis, es handele sich um eine neue, zusätzliche Form der Kirchensteuer“, erklärt Kirchenkreissprecher Hanns-Martin Fischer. Seit Januar wird die Kirchensteuer auf Kapitalerträge automatisch an die Finanzbehörden abgeführt, so wie es bei der Einkommenssteuer üblich ist. 57.370 Gemeindemitglieder zählte der Kirchenkreis Mitte 2014. Ein Jahr zuvor waren es noch 58.642.

Fischer erklärt den Abwärtstrend vor allem mit dem demografischen Wandel. Die Zahl der Sterbefälle übersteigt deutlich die Zahl der Taufen. Dazu kämen aber auch „deutlich mehr Austritte“, bestätigt Hagen. Die Gründe dafür sind verschieden: Viele wollten die Kirchensteuer einsparen, weiß Fischer. In den meisten Fällen seien das erwerbstätige Männer zwischen 25 bis 45 Jahren.

Von Anna Petersen

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