Familien-Bildungsstätte soll an die Ringstraße umziehen

Kirche in Uelzen plant Neubau

In sehr alten Gebäuden untergebracht: Die Evangelische Familien-Bildungsstätte am Bahnhofsweg.
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In sehr alten Gebäuden untergebracht: Die Evangelische Familien-Bildungsstätte am Bahnhofsweg.

Uelzen – Für die Evangelische Familien-Bildungsstätte (Fabi) ist der Weg geebnet für einen Umzug in die Innenstadt. Die Kirchenkreissynode fasste auf ihrer jüngsten Sitzung in Bad Bodenteich einen entsprechenden Beschluss.

Die Fabi soll an der Ringstraße 6 ihren neuen Sitz bekommen.

Damit geht eine jahrelange Suche nach einem neuen Standort zu Ende. Seit 1980 ist die Fabi am Bahnhofsweg 12 und 14, ehemaligen Flüchtlingsunterkünften des Bohldamm-Lagers, zu finden, die sich technisch und räumlich auf dem Stand der sechziger Jahre befinden. Propst Jörg Hagen, der den Antrag auf einen Umzug und Neubau an der Ringstraße persönlich einbrachte, machte deutlich, dass die Situation für die Menschen, die Rat bei der Fabi suchen, und die Mitarbeiter nicht mehr hinnehmbar sei. „Ja, wir brauchen das wirklich für die Fabi. Um ihr Zukunft zu geben, Arbeitskräfte zu halten, neue Angebote zu machen und neue Teilnehmerkreise zu erschließen. Ich würde sagen, gerade jetzt ist das ein Zukunftszeichen.“

Neubau mit 800 Quadratmetern

Neubau für 2021/22 an der Ringstraße geplant: Noch ist hier nur die Kindertagespflege untergebracht.

Nach den Plänen des Kirchenkreises soll das Grundstück an der Ringstraße von der St. Marien-Gemeinde erworben werden. Das ehemalige Pfarrhaus, in dem noch die Kindertagespflege der Fabi untergebracht ist, soll dann für geschätzte 60 000 Euro abgerissen und ein zweigeschossiger Neubau entstehen, der auf 800 Quadratmetern Platz für Büros und Gruppenräume bieten soll. Mit flexiblen Leichtbauwänden im Innern soll auf andere Nutzungsbedingungen reagiert werden können. Insgesamt sollen einschließlich des Neubaus bis zu 2,5 Millionen Euro aufgewendet werden.

Im neuen Gebäude sollen die Fabi-Mitarbeiter aus dem Bahnhofsweg, aus dem Seniorenbüro oder der Kindertagespflege Platz finden. „Wir wollen mit dem Umzug sichtbarer werden“, sagte Fabi-Leiterin Andrea Zobel der AZ. Es sei „einfach super“, dass dieser Beschluss gefasst worden sei, betonte sie.

Der Leiter des Kirchenkreisamtes, Carsten Smolla, unterstrich am Mittwochabend vor dem Kirchenparlament, dass bei der Finanzierung an einen Mix aus Eigenmitteln und Rücklagen sowie Darlehen gedacht ist. Smolla stellte sich nachdrücklich hinter die Pläne. „Wir glauben sehr wohl, dass die veranschlagten 2,49 Millionen Euro eine realistische Zahl sind“, betonte Smolla. „Wenn alles fluscht, beginnen im Sommer 2021 die Bauarbeiten und ein Jahr später kann umgezogen werden“, sagte Smolla der AZ.

Besonderen Charme entfaltet die nun geplante Lösung für die Fabi, weil sich das Martin-Luther-Haus, die St.-Marienkirche und das Kirchenkreisamt in unmittelbarer Nähe befinden. Die Fabi bietet entsprechend dem protestantischen Bildungsauftrag in einem breiten Programm zahlreiche Kurse für Kinder, Jugendliche und Eltern sowie für Ältere an. VON CHRISTIAN HOLZGREVE

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