Renate Böhm freut sich auf die Öffnung

Kinostart in Uelzen für den 1. Juli geplant

Uelzens Kino-Betreiberin Renate Böhm
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Renate Böhm fehlt der Kontakt zu den Gästen sehr. Sie hofft, dass sie vom 1. Juli an wieder an ihrer geliebten Kinokasse sitzen kann.
  • Ulrike Meineke
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„Mir fehlt der Kontakt zu den Gästen extrem. Ich freue mich sehr darauf, wenn ich endlich wieder an meine Kasse kann“, sagt Uelzens Kinobetreiberin Renate Böhm. Die 79-Jährige ist gut durch den Lockdown gekommen und blickt jetzt erwartungsfroh auf den 1. Juli. Dann soll das Central-Theater an der Bahnhofstraße nach achtmonatiger Zwangsschließung wieder öffnen. Auf diesen bundesweiten Kinostart haben sich die Verbände der Kinowirtschaft geeinigt.

Uelzen – „Mir fehlt der Kontakt zu den Gästen extrem. Ich freue mich sehr darauf, wenn ich endlich wieder an meine Kasse kann“, sagt Uelzens Kinobetreiberin Renate Böhm. Die 79-Jährige ist gut durch den Lockdown gekommen und blickt jetzt erwartungsfroh auf den 1. Juli. Dann soll das Central-Theater an der Bahnhofstraße nach achtmonatiger Zwangsschließung wieder öffnen. Auf diesen bundesweiten Kinostart haben sich die Verbände der Kinowirtschaft geeinigt.

Denn nur, wenn alle Kinos gemeinsam öffnen, können die Verleiher überhaupt neue Filme starten und den Filmtheatern damit ihre wirtschaftliche Grundlage zurückbringen. „Man braucht etwa sechs Wochen Vorlauf, um die Filme zu platzieren“, schildert Renate Böhms Tochter Barbara Bode, die gemeinsam mit ihrem Mann Jürgen und ihrer Mutter über die B+B Kinocenter GmbH die Häuser in Uelzen und Salzwedel betreibt.

Ziel sei, und darin sind sich die Verbände der Kinowirtschaft einig, dass am Platz keine Maske getragen werden muss und dass es kein Verzehrverbot gibt, schildert Barbara Bode. Die Kontaktnachverfolgung sei über die Luca-App sehr gut möglich, dafür sind die Voraussetzungen im Central-Theater bereits geschaffen. Und wer die App nicht hat, müsse eben einen Zettel ausfüllen. Die Hygiene- und Sicherheitskonzepte der Branche seien erprobt und hätten auch „im Zwischenjahr“ (15. Juli bis 2. November 2020) gut funktioniert. In diesem Zusammenhang betont Barbara Bode ausdrücklich den guten Austausch mit dem Uelzener Gesundheitsamt.

An neuen Filmen, so sagen die drei Betreiber, mangele es nicht. Im Gegenteil: „Es liegt so viel Ware in der Schleife, dass allein 64 Filmstarts im Juli möglich wären.“ Die könne man natürlich nicht alle spielen.

Für die Kino-Betreiber sind noch viele Fragen offen. So etwa, wo sich die Gäste, vielleicht 200 an der Zahl, testen lassen können, wenn sie beispielsweise an einem Sonntag eine 13 Uhr-Vorstellung besuchen wollen. „Das ist eine Zeit- und Kapazitätsfrage“, sagt Jürgen Bode. Bis 1. Juli geht noch eine Zeit ins Land, sodass solche Fragen noch beantwortet werden können bzw. sich gar nicht mehr stellen. Ziel müsse auch sein, dass das Central-Theater wenigstens zu 50 Prozent ausgelastet werden darf. Insgesamt hat das Uelzener Kino 750 Plätze in fünf Sälen.

Nachdem die Kinos in einigen Ländern schon wieder geöffnet sind, „freuen wir uns wahnsinnig auf die Öffnung bei uns, damit der Film wieder dahin kommt, wo er hingehört – ins Kino“, sagt Barbara Bode.

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