Kindheitserinnerungen in Noten

Ein Liederabend im Theater an der Ilmenau – für Uelzens Georg Lipinsky

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Eckhard Lange spielte Lieder für die Sängerrunde im Theater auch auf dem Akkordeon.

aja Uelzen. Kein großes „Event“, keine aufwendigen Vorbereitungen – Kultur pur beim offenen Singen auf der Hinterbühne des Theaters an der Ilmenau. Freude hatten die Besucher und Uelzens Künstler Georg Lipinsky.

Ihm zu Ehren hatte der Kulturkreis den Liederabend organisiert.

Hatte sichtlich Freude an dem Abend: Georg Lipinsky.

Lipinsky feierte jüngst seinen 75. Geburtstag. Diejenigen, die den Künstler und pensionierten Lehrer besser kennen, erinnerten sich daran, dass er das gemeinsame Singen mehr als nur liebt. „In meiner Jugend haben wir so viel gesungen, auf Wanderschaft und Fahrradtouren mit den Jugendgruppen“, erzählt Lipinsky inmitten der Uelzener Sängerrunde. „Ich habe heute noch eine dicke Mappe mit zum Teil noch handgeschriebenen Liederzetteln von damals.“ Entsprechend lang war die Liste seiner Wunschlieder, die von den Freunden des offenen Singens mit größter Hingabe und Inbrunst präsentiert wurden. Begleitet wurden die Sänger von dem leidenschaftlichen Klavierspieler Eckhard Lange, der gerade dabei ist, das Akkordeon für sich als Instrument zu entdecken. „Alles kann er noch nicht“, sagte seine Frau Ute Lange-Brachmann, die den Liederabend moderierte und sie schlug vor, „wir könnten dann noch die Wünsche der Gäste aufnehmen, wenn sie diese auch a cappella gemeinsam singen möchten.“

Ein Liederbuch lag zum Beginn des Abends auf jedem Stuhl bereit. In ihm zu finden waren Lieder, mit denen die meisten der anwesenden Gäste Kindheitserinnerungen verbinden, „weil wir das in der Schule gesungen haben“, erzählt Ludwig König. Erinnerungen wurden auch beim Künstler Lipinsky wach, der Komponisten schätzt, die aus Bildern Musik machen. Sie haben ihn auch immer wieder angeregt, Bilder aus Liedern zu machen. Lipinskys Zyklus zu dem Lied „Geh aus mein Herz“, 20 Bildern zu den Strophen, die auch auf Postkarten gebannt wurden, sind weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt geworden.

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