Keine Umgehung in diesem Jahr

Ministerium: Land arbeitet das Konjunkturpaket ab / Kirchweyhe steht hinten an.

Uelzen/Hannover - Von Marc Rath. Uelzen muss seine Hoffnungen begraben, dass in diesem Jahr mit dem Bau der Ortsumgehung Kirchweyhe begonnen wird. Das machte jetzt auf AZ-Nachfrage der Sprecher des niedersächsischen Wirtschaftsministerium, Christian Budde, deutlich.

Dem Land stehen durch das Konjunkturpaket des Bundes erheblich mehr Mittel zur Verfügung. Doch sämtliches Geld sei für Ortsumgehungen gebunden, die früher als Kirchweyhe die Planungsreife erreicht hatten.

„Das ist ein kompliziertes Verfahren“, erklärt Budde. Eigentlich sei das Konjunkturpaket eine „tolle Sache“. Durch die Bundeszuschüsse seien jetzt aber Ortsumgehungen vorgezogen worden, die in der Prioritätenliste des Landes hinter Kirchweyhe gestanden haben, deren Planverfahren aber schon abgeschlossen waren.

Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker aus der Region hatten sich bei dem Thema zuletzt spürbar zurück gehalten, nachdem vor einem Jahr noch Ankündigungen und auch Versprechungen von allen Seiten gemacht worden waren.

Budde hat dafür Verständnis: „Das ist eine missliche Situation.“ Denn das Planfeststellungsverfahren für Kirchweyhe lief noch, als das Geld aus dem Konjunkturpaket vergeben wurde. Um das Projekt zu beschleunigen, hatte die Stadt schon 2008 die Planungskosten für die Trasse in Höhe von rund 200 000 Euro vorfinanziert. Im Rathaus hofft man, beim Bau der Straße das Geld zurückerstattet zu bekommen.

Wenn die derzeit in Bau befindlichen zehn Ortsumgehung in Niedersachsen fertig seien, mache Kirchweyhe „einen ganzen Satz nach oben“, macht Budde Mut. Ob es aber 2011 zu einem Baubeginn kommen kann, ließ er offen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare