Keine Integrationsgruppe mehr

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Wenn der Gerdauer Kindergarten um die Krippe ergänzt wird, bleibt weniger Platz für die Kindergartenkinder. Dann gibt es keine Integrationsgruppe mehr und Kinder aus Böddenstedt können nicht mehr aufgenommen werden.

Gerdau. – Von Jörn Nolting Wie soll es nun wietergehen mit der Krippe in Gerdau? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Rat der Gemeinde Gerdau und am Rande auch der Rat der Samtgemeinde Suderburg. „Ich kann das Ergebnis nicht vorwegnehmen“, sagte Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz noch bei der Sitzung des Samtgemeinderates am Mittwochabend, denn der Gerdauer Rat tagte erst im Anschluss.

„Seit mehr als einem Jahr bemüht sich die Verwaltung der Gemeinde Gerdau, dem Wunsch der Kirchengemeinde folgend, in Gerdau ein Krippenangebot in der Form einzurichten, dass auch weiterhin die zur Kirchengemeinde Gerdau gehörenden Orte Böddenstedt, Hansen und Klein Süstedt ihre Kinder hier betreuen lassen können“, fasste Bürgermeister Otto Schröder zusammen.

Erste Vorschläge, das teilweise leer stehende Schulgebäude in Gerdau in die Planung einzubeziehen, wurden von der Samtgemeinde nicht beantwortet, so der Bürgermeister. Daher konnte von der Gemeinde Gerdau nur angeboten werden, im vorhandenen Kindergartengebäude ein für Gerdauer Kinder ausreichendes Betreuungsangebot zu erstellen.

Otto Schröder sieht nur die Möglichkeit einer Betreuung für auswärtige Kinder, wenn die Gemeinde Suderburg und die Stadt Uelzen die Gemeinde finanziell unterstützen. Vier Varianten hat die Verwaltung der Samtgemeinde Suderburg für die Gestaltung der neuen Krippe erarbeitet. Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz favorisiert die vierte Möglichkeit. Nach einem Umbau stehen dann zwei Kindergartengruppen à 25 Kinder zur Verfügung und eine Krippengruppe für 15 Kinder. Im Falle einer Einzelintegration wird eine Kindergartengruppe auf 20 Kinder reduziert. „Das Platzangebot wäre ausreichend“, so das Fazit von Schulz. Eine Aufnahme von Kindern aus Böddenstedt sowieeine komplette Integrationsgruppe wären dann allerdings nicht mehr möglich. Die Kosten liegen unter 100 000 Euro und alle Kinder aus dem Kirchspiel, die bereits den Gerdauer Kindergarten besuchen, können bleiben.

„Es wird einiges zusammengestaucht“, bemängelte Pastor Michael Kardel. Durch die Einrichtung der Krippe wird das offene pädagogische Konzept des Kindergartens nicht mehr möglich sein.

Konkret wollte sich die Mehrheit des Rates nicht auf eine Variante festlegen. So hieß es am Ende, dass der Kindergarten so umgebaut werden soll, dass eine ausreichende Krippen- und Kindergartenbetreuung der Gerdauer Kinder im vorhandenen Kindergartengebäude ermöglicht wird.

Den Mitgliedern der SPD-Fraktion und dem grünen Ratsherren Helmut Vollmer war dieser Beschluss zu pauschal und nicht konkret genug, deshalb stimmten sie dagegen oder enthielten sich.

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