Sechs Wochen nach den Taten sucht Polizei noch die Täter

Nach sexuellen Übergriffen: „Keine heiße Spur“

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Das Opfer des sexuellen Übergriffs am 18. Februar war mit ihrem Rottweiler spazieren (Symbolbild). Der Hund biss einen Täter.

Uelzen. Der herbeigerufene Rottweiler stand seiner Besitzerin zur Seite. Er biss einen der drei Täter: Gut sechs Wochen nach einem sexuellen Übergriff auf eine Fußgängerin auf dem Gelände des Uhlenköperparks in Uelzen sucht die Polizei noch nach den Männern, die die Frau unsittlich berührt haben sollen.

Und eine Aufklärung der Tat vom am 18. Februar scheint auch nicht in greifbarer Nähe: „Es gibt keine heiße Spur“, sagt Polizeisprecher Kai Richter auf AZ-Nachfrage. Gleiches gilt auch für einen zweiten Fall eines sexuellen Übergriffes nur wenige Tage später – wiederum in Uelzen. Dabei hatten am Kreisel Ebstorfer Straße/Kuhteichweg zwei Männer ihren Unterleib an eine Frau gedrückt. Als ein Fußgänger vorbeikam, ließen die Männer von ihr ab (AZ berichtete).

Für die Polizei sind der Fußgänger als auch ein Radfahrer im Fall des Übergriffs auf dem Uhlenköperpark-Gelände wichtige Zeugen. Die Ermittler suchten nach ihnen. Bisher ohne Erfolg. Der Radler müsste den drei Tätern, bei denen es sich nach Angaben des Opfers um Männer mit südländischem Einschlag handelt, begegnet sein. Einer besaß eine Bisswunde vom Rottweiler, mit dem die Frau gerade spazieren war. Der Hund war nicht angeleint, hatte sich wenige Meter entfernt, die Frau konnte ihn aber bei dem sexuellen Übergriff rufen. Ihr Glück: Grundsätzlich, so rät die Polizei, sollten Opfer bei sexuellen Übergriffen auf sich aufmerksam machen. „Es hilft zu schreien, damit andere auf einen aufmerksam werden“, so Polizeisprecher Richter. Wenn möglich, sollten Frauen sich auch gegen die Täter wehren oder sich der Situation entziehen und umgehend die Polizei verständigen.

Wie Kai Richter sagt, geht die Polizei nicht davon aus, dass die beiden Fälle Ende Februar in Uelzen von den gleichen Tätern begangen wurden. Weitere Übergriffe an Straßen und Plätzen sind nicht bekannt.

Von Norman Reuter

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