Bundestagswahl 2013: CDU nominiert Henning Otte mit 98,45 Prozent

„Er ist kein Schreihals“

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Henning Otte (l.) wurde im Beisein von Verteidigungsminister Thomas de Maizière zum Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Uelzen-Celle gewählt.

Uelzen/Faßberg. „Das stärkt uns als Region. Das ist ein kraftvolles Votum. Du kannst auf uns zählen."

Sichtlich zufrieden, fast schon mit einem Hauch Enthusiasmus in der Stimme, bewertete Jörg Hillmer, Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Uelzen, die mit 98,45 Prozent der Stimmen erfolgte Nominierung von Henning Otte als Kandidat für den Wahlkreis Uelzen-Celle zur Bundestagswahl 2013.

Doch nicht nur der hiesige Landtagsabgeordnete Hillmer fand lobende Worte für den Parteifreund, Otte bekam am späten Mittwochabend Anerkennung von noch höherer Stelle. Der Bundesverteidigungsminister selbst war aus der Hauptstadt in das Soldatenheim nach Faßberg gekommen, um den stellvertretenden verteidigungspolitischen Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion und Reserveoffizier Henning Otte seine Aufwartung zu machen. „Er ist kein Schreihals, da unterscheidet er sich wohltuend von vielen anderen Politikern. Und er ist zu Hause fest verankert, trotzdem hat er aber auch Gewicht in Berlin“, beurteilte Thomas de Maizière den Politik-Kollegen.

Der Gepriesene nahm die Lobeshymnen in seiner ganz eigenen Art eher zurückhaltend und bescheiden entgegen und stellte in seiner Nominierungsrede die Leistungen der CDU vor Ort in der laufenden Legislaturperiode in den Mittelpunkt – „die Ortsumgehung Kirchweyhe, die weiter gehende Planung des Schlüsselprojektes A 39, die Zuständigkeitserweiterung des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Uelzen oder die Förderung der Mehrgenerationenhäuser in Uelzen und Nienhagen.“ Grundsätzlich sei es wichtig, den ländlichen Raum weiter zu stärken. Denn die Stärkung des ländlichen Raumes sei die Entwicklung unserer Heimat.

Eine Heimat, die – gerade auch im Bereich des Landkreises Celle – von der Bundeswehr lebt und geprägt ist. Thomas de Maizière freute sich, dass die Bundeswehr von dieser Region getragen wird. Der Bundespolitiker appellierte an die Bürger, „mit kleinen Gesten den Soldaten und ihren Angehörigen ihre Sympathie zu zeigen – nicht nur zum Muttertag!“ Wohlformulierte Sätze, die de Maizière bei der augenblicklichen Betrachtung seiner eigenen christdemokratischen Parteifreunde mit scharfem Unterton anreicherte: „Müssen wir uns bei den Themen Frauenquote und Betreuungsgeld selbst ins Knie schießen und uns selbst beschimpfen? Können wir uns nicht mit der Sache und den Sozialdemokraten beschäftigen?“ Langanhaltender Applaus der 258 anwesenden CDU-Mitglieder. Henning Otte nahm den zugespielten Ball gerne auf und schwor die Christdemokraten zum Abschluss ebenso prägnant wie kurz auf die bevorstehenden Landtags- und Bundestagswahlen ein: „Immer wenn die CDU regiert, geht es den Menschen besser!“

Von Andreas Becker

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