Nachnutzung des leer stehenden Gebäudes in Rätzlingen ist ungewiss / Gemeinderat tagt am Dienstag

Kein Mieter für die Schule in Sicht

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Menschenleer ist seit der Schließung im Sommer 2014 nicht nur das Rätzlinger Schulgebäude, sondern auch der angrenzende Spielplatz. Wie es mit der verwaisten Immobilie weitergehen soll, darüber diskutiert der Gemeinderat am kommenden Dienstag.

Rätzlingen. Stille herrscht rund um das ehemalige Schulgebäude in Rätzlingen. Nur Vogelgezwitscher ist zu hören, doch Kinderlachen oder eine Pausenglocke erklingen schon lange nicht mehr.

Seitdem die Außenstelle der Grundschule Rosche im Sommer 2014 geschlossen wurde (AZ berichtete), ist das Gebäude verwaist, das Mobiliar wurde entfernt. Die Versuche, einen Nachnutzer zu finden, waren bislang nicht erfolgreich. Wie es nun weitergehen soll, darüber diskutiert der Rätzlinger Gemeinderat am Dienstag, 14. April. Die öffentliche Sitzung beginnt um 20 Uhr im örtlichen Gasthaus „Zur Post“.

Eine Umwandlung des 1955 erbauten, gemeindeeigenen Objekts in ein Dorfgemeinschaftshaus, wie von einigen Rätzlingern vorgeschlagen, hält Bürgermeister Harald Dammann jedoch für unrealistisch. „Das wäre eine Nummer zu groß für uns“, meint er im AZ-Gespräch. Rätzlingen habe nur rund 500 Einwohner, für die Vereine gebe es im Ort ausreichend Versammlungsräume. Zudem seien für die Schaffung eines Dorfgemeinschaftshauses Renovierungs- und Umbaumaßnahmen in dem Gebäude erforderlich. „Die Kosten wären wohl gewaltig“, vermutet Dammann.

Die Bemühungen, das Haus zu vermieten, seien erfolglos gewesen, bedauert er. Ob Caritas, CJD Göddenstedt oder Löwenwaldschule: Die Gemeinde habe mit mehreren möglichen Interessenten angesprochen, zum Abschluss eines Mietvertrages sei es jedoch nicht gekommen. „Dabei ist das Gebäude noch top in Ordnung“, erklärt der Bürgermeister. [...]

Von Bernd Schossadowski

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