Euro-Rettungsfonds: Die Uelzener Sparkasse hat sich auf Marktbewegungen eingestellt

Kein Grund, hektisch zu werden

Wer sich richtig für die Altersvorsorge beraten lässt, wird voraussichtlich die Folgen des Rettungsschirms nicht spüren. Foto: dpa

Uelzen. Der Bundestag hat sich gestern für einen stärkeren Euro-Rettungsschirms EFSF entschieden. 503 Abgeordnete aus der Koalition, von der SPD und den Grünen stimmten dafür. Am Abend wurde die Debatte beim EU-Gipfel fortgesetzt.

Künftig sollen private Investoren stärker an der Euro-Rettung beteiligt werden. Was bedeutet die Entscheidung für den einzelnen Uelzener?.

„Wer bei einem guten Berater war, der ihm ein ordentliches Paket zusammengeschnürt hat, braucht keine große Angst zu haben“, erklärt Frank Kolakowsky, Bereichsleiter der Gesamtbanksteuerung der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg. Es bestehe kein Grund, hektisch zu werden. „Es kommt darauf an, wo sie ihre Altersvorsorge-Verträge abgeschlossen haben.“ Wenn sie innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe ihre Altersvorsorge angelegt haben, sei sie erstmal sicher. Denn die Sparkasse unterliege einer Institutssicherung. Da werden nicht wie bei Geschäftsbanken die Einlagen bis zu einer Summe von 100 000 Euro abgesichert. Stattdessen werden die einzelnen Sparkassen innerhalb der Finanzgruppe rechtzeitig unterstützt, wenn eine Insolvenz droht, so dass sie lebensfähig bleiben.

Künftig soll eine Kombination von öffentlichem und privatem Kapital dazu führen, dass letztlich mehr Mittel als die 440 Milliarden Euro des Rettungsfonds an Hilfen für Länder bereitstehen, die von einer Staatspleite bedroht sind. Die Folgen der Abstimmung im Bundestag sind nach Ansicht von Kolakowsky schwer abzuschätzen. Es werde nicht ohne Risiko sein, da durch den erhöhten Rettungsfonds auch eine höhere Wirkung erzielt werde. „Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten, entweder den Euro-Rettungsfonds vergrößern oder aber wir werden uns innhalb kürzester Zeit mit dem Problem Griechenland stärker beschäftigen als heute.“ Inwieweit Risiken bestehen, sei davon abhängig, wie die Mittel eingesetzt werden.

„Ich glaube schon, dass es eine Entscheidung in die richtige Richtung ist“, sagt Kolakowsky. „Alles andere hätte zu unabsehbaren Folgen geführt.“ Für die stärkere Beteiligung des Privatsektors hätte es keine bessere Alternative gegeben, meint Kolakowsky. „Ich wüsste nicht, wo das Volumen sonst hätte herkommen sollen.“

Für die Sparkasse gilt: „Wir werden uns an den Dingen voraussichtlich nicht beteiligen“, kündigt er an. Das Unternehmen werde aber die Marktbewegungen zu spüren bekommen, die durch die Hilfen für andere EU-Länder entstehen. Darauf habe sich die Sparkasse bereits eingestellt. Seite 14

Von Diane Baatani

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