Hundegesetz: Halterin befürchtet, ihren Vierbeiner nicht mehr halten zu dürfen

Kein Gnadenbrot für Benni?

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Jutta Klatt mit ihrem „Benni“. Ihm will sie ein Gnadenbrot geben, außerdem passt sein Alter gut zur Rollator-Fahrerin.

Uelzen/Landkreis. Am 1. Juli soll das neue Hundegesetz in Niedersachsen in Kraft treten. Und immer noch sind keine Details ausgearbeitet. Kreisveterinär Dr. Jörg Pfeiffer wartet noch auf eine Antwort auf mehrere Fragen, die er an das zuständige Landesministerium für Landwirtschaft geschickt hat.

Wer innerhalb der vergangenen zehn Jahre weniger als zwei Jahre einen Hund gehalten hat, muss einen Sachkundenachweis mit theoretischer und praktischer Prüfung ablegen, außerdem muss eine Registrierung des Hundes her. Pfeiffers Kritik: Weder bei der theoretischen noch der praktischen Prüfung gibt es genaue Angaben, wie sie aussehen sollen.

Das ärgert auch Jutta Klatt. Klatt, 44 Jahre, aus Uelzen, ist beim Gehen wegen einer Behinderung auf einen Rollator angewiesen, sie hat einen alten Hund, Benni, von dem sie findet, dass er wegen seines Alters gut zu ihrem Tempo passt. Insgesamt hat sie in den vergangenen Jahren zwei alte Hunde gehalten, zusammen wären es im Juli ein Jahr und zehn Monate lang Hundehaltung – zwei Monate zu wenig, um keinen Sachkundenachweis erbringen zu müssen.

Wegen der Unklarheiten um das Gesetz hat sie nun einen Brief an das Ministerium geschrieben. Sie schreibt: „Wie sieht der praktische Teil des Sachkundenachweises aus? Werde ich als Gehbehinderte mit Rollator diesen erbringen können? Was ist, wenn ich diesen nicht schaffe? Muss unser Hund dann am 1. Juli ins Tierheim, nur weil seine Besitzerin behindert ist?“

Von Kai Hasse

Die Einzelheiten in diesem Fall lesen Sie in der Montagsausgabe der AZ.

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