Beregnungswasser stammt nicht aus oberflächlichen Gewässern

Kein EHEC auf den Feldern

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Das Wasser für die Beregnungen aus dem Landkreis Uelzen stammt aus Tiefbrunnen.

Uelzen/Landkreis. Fünf Tage nach der Entdeckung von EHEC-Bakterien in einem Bach bei Frankfurt ist weiter unklar, wie hoch die Keimbelastung in dem Gewässer wirklich ist. Auch wenn die Zahl der Infizierten stetig rückläufig ist, ist die Angst noch da.

Dass jedoch Oberflächenwasser, in dem sich EHEC-Keime befinden könnten, im Rahmen der Beregnung auf den Feldern der Landwirte landen könnten, schließt Kreislandwirt Torsten Riggert aus. „Es wird im Landkreis Uelzen nicht aus Oberflächengewässern, sondern aus Tiefbrunnen bewässert“, erkläutert der Kreislandwirt. Für Wasser aus Oberflächengewässern gibt es denn auch eine offizielle Warnung seitens der Behörden.

Riggert hält es schon für durchaus möglich, dass EHEC-Bakterien über das Klärwerk in den Fließgewässern des Landkreises landen: „In den Klärwerken wird das Wasser nicht chemisch gereinigt, daher ist das nicht ausgeschlossen.“ Um das Trinkwasser hingegen müssen sich die Verbraucher keine Sorgen machen, denn das wird mit Chlor behandelt. Bis das EHEC aus den Fließgewässern im Grundwasser landet, würde es mindestens zehn Jahre dauern.

„Das ist ein Zeitraum, den solche Bakterien nicht überleben sollten“, sagt Riggert. Seit dem 1. Juni wurden insgesamt 6000 Proben auch von Beregnungswasser der Landwirte entnommen – alle negativ. Von den geplanten Entschädigung für Landwirte kann laut Riggert keiner seiner Berufskollegen im Landkreis Uelzen profitieren. Im Bereich Lüneburg und Bardowick sieht es da schon anders aus. Und im Landkreis Harburg sitzt mit dem Unternehmen Salat-Behr der größte Salatanbauer Europas. „Alles, was bei uns zur Ernte kommt, ist nicht betroffen“, schildert der Kreislandwirt.

Zwar gab es Einbußen bei Spargel und Erdbeeren, doch die seien laut Riggert nicht „erheblich“. Betroffen sind ohne Zweifel auch die Gemüsehändler. „Den Marktbeschickern fehlt es an Umsatz“, macht Riggert unmissverständlich klar. Unterdessen befinden sich EHEC-Patienten aus der Region langsam auf dem Wege der Besserung.

Von Jörn Nolting

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