Bisher steht noch die Stadt als Eigentümerin in den Büchern

Kaufpreis fürs Holdenstedter Schloss wird im März fällig

Noch befindet sich das Schloss Holdenstedt ín Eigentum der Hansestadt Uelzen.
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Noch befindet sich das Schloss Holdenstedt ín Eigentum der Hansestadt Uelzen.

Uelzen – Im Grundbuch steht nach wie vor die Stadt Uelzen als Eigentümerin des Schlosses Holdenstedt. Eine Überschreibung von Gebäude und Grund an den Hamburger Investor Thies Boysen fand bisher nicht statt. Das erklärt die Verwaltung auf AZ-Nachfrage.

Im Oktober waren die Unterschriften auf den Vertrag zum Verkauf des Schlosses an Thies Boysen gesetzt worden. Seit Ende 2019 steht auch fest, dass der Hamburger Investor das Gebäude und den Grund vertragsgemäß erhält, nachdem Armgard von der Wense aus der Erbauer-Familie erklärt hatte, nicht von einem alten Vorkaufsrecht Gebrauch machen zu wollen. Zunächst hatte sie mithilfe des Vorkaufsrechts die Veräußerung noch in letzter Minute verhindern wollen.

Dass nun seit den Vertragsunterschriften mehr als drei Monate vergangen sind, ohne dass es zu einer Überschreibung von Gebäude und Grund gekommen ist, ist für die Stadt nicht weiter verwunderlich. Und zwar nicht nur wegen des Intermezzos mit dem Vorkaufsrecht.

Stadtsprecherin Ute Krüger erklärt, dass erst mit Zahlung des Kaufpreises eine Besitzübergabe erfolgt. Und Thies Boysen bleibt noch bis Anfang März Zeit, den Preis zu zahlen. Krüger: „Der vereinbarte Kaufpreis ist vertragsgemäß Anfang März zur Zahlung fällig.“ Nach Informationen der AZ handelt es sich bei dem Kaufpreis um einen Betrag zwischen 400 000 und 500 000 Euro.

Auch wenn der Betrag beglichen und die Überschreibung erfolgt ist, bleibt das Schloss für die Uelzener Stadtverwaltung noch ein Thema. Wie berichtet, beabsichtigt Thies Boysen, Gebäude mit Wohnplätzen für Senioren auf dem Schlossgelände zu errichten. Dafür ist die Bauplanung von der Stadt zu bewilligen. Der Hamburger Investor verpflichtete sich mit dem Vertrag auch, das Holdenstedter Schloss schrittweise zu sanieren. Dazu Stadtsprecherin Krüger: „Die weitere Vertragsabwicklung, wie zum Beispiel die Sanierungspflicht, wird von der Hansestadt begleitet.“  nre

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