Uelzener Einzelhandel beim Pro-Kopf-Umsatz weit vor Celle, Wolfsburg und Lüneburg

Kaufkraft fließt in Uhlenköperstadt

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Der Uelzener Einzelhandel hat gut zu tun, wie Daten des Marktforschungsinstitutes GfK Geomarketing belegen. Demnach gibt es einen höheren Pro-Kopf-Umsatz als in Celle oder Lüneburg.

Uelzen. Die Umsätze des Einzelhandels pro Einwohner sind in Uelzen auffällig hoch. Mit fast 9000 Euro pro Einwohner liegt die Stadt weit über Zentren wie Celle, Wolfsburg, Lüneburg und Walsrode, die weniger als 7000 Euro pro Einwohner erreichen.

Das zeigen Daten des Marktforschungsinstituts GfK Geomarketing, die die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg jetzt veröffentlicht hat.

Aus den Umsätzen und der vorhandenen Kaufkraft kann die Einzelhandelszentralität gebildet werden, bei der Uelzen ebenfalls Spitzenreiter unter den 13 verglichenen Ober- und Mittelzentren im IHK-Bezirk ist. Sie ist ein Indiz für die Attraktivität eines Einkaufsstandortes und zeigt an, dass sehr viel Kaufkraft nach Uelzen fließt.

Marlis Kämpfer, Leiterin der Wirtschaftsförderung „Uelzen aktiv“, erläutert die Hintergründe: „Der Einzelhandel bietet nicht nur für die Uelzener selbst, sondern auch für die Einwohner aus dem Umland attraktive Einkaufsmöglichkeiten. Dafür sorgen einerseits die Bekleidungs-, die Heimelektronik- und Möbelbranche, andererseits aber auch die vielen kleineren Fachgeschäfte, die oft noch inhabergeführt sind.“

Zudem spiele es eine Rolle, dass die Einkaufsatmosphäre und die Nähe zu Parkplätzen als angenehm empfunden werde und die nächsten größeren Einzelhandelszentren über 40 Kilometer weit weg sind. „Die Zahlen beinhalten noch nicht die Umsätze von C&A, der Ansiedlung des letzten Jahres, auf die Uelzen seit Jahrzehnten gewartet hat“, so Kämpfer.

Ein besonderer Vergleich liege mit Walsrode nahe: Wie dort investiert die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB) auch in Uelzen in ein Fachmarktzentrum. Die Zahlen der GfK Geomarketing weisen aber deutliche Unterschiede aus: Beim Einzelhandelsumsatz pro Einwohner an der Ladenkasse liegt Walsrode mit einem Indexwert von 128 an neunter Stelle – der Bundeswert beträgt 100. Uelzen rangiert hingegen mit 175 an erster Position. Ebenso deutlich sind die Unterschiede bei der Einzelhandelszentralität und damit dem Kaufkraftzufluss: Walsrode mit einem Wert von 134 wird von Uelzen (181) klar übertroffen. „Uelzen ist das einzige Mittelzentrum im Landkreis und kann diese Rolle offenbar gut erfüllen“, sagt Martin Exner, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK.

Die starke Position der Stadt Uelzen wirkt sich auf den gesamten Landkreis aus: Er ist der einzige zwischen Wolfsburg und Harburg, dessen Kaufkraftbindung über dem Bundesdurchschnitt liegt, während die Kreise Gifhorn, Lüchow-Dannenberg und Harburg sogar unter der 80 Prozent-Marke liegen.

Zu finden sind diese und weitere Zahlen in der Broschüre „Für starke Zentren“, die bei der Wirtschaftsförderung „Uelzen aktiv“ unter der Telefonnummer (05 81) 8 00 49 92 bestellt werden kann.

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