Investoren stoppten vor einem Jahr Planungen

Kaufhalle in Uelzen: Es laufen wieder Gespräche

Für die Uelzener ist es ein Schandfleck: Die Kaufhalle steht nun schon seit mehr als einem Jahrzehnt leer. Jetzt bewegt sich etwas in Sachen Wiederbelebung.
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Für die Uelzener ist es ein Schandfleck: Die Kaufhalle steht nun schon seit mehr als einem Jahrzehnt leer. Jetzt bewegt sich etwas in Sachen Wiederbelebung.

Uelzen – Es waren Pläne, die die Uelzener aufhorchen ließen: Aus der seit Jahren leerstehenden Kaufhalle an der Lüneburger Straße sollte der „Hanse Hof“ werden – mit 37 Mietwohnungen und Ladenlokalen.

Die Hoffnungen auf eine baldige Wiederbelebung zerschlugen sich aber, als die lokale Investorengruppe im vergangenen Herbst erklärte, die Planungen vorerst nicht weiter vorantreiben zu wollen. Jetzt, ein Jahr später, kommt wieder Bewegung in die Sache.

Stadt und Investorengruppe berichten auf AZ-Nachfrage, dass die Gesprächsfäden wieder aufgenommen worden seien. Gearbeitet werde auch wieder am Bebauungsplan für das Areal. Er war seinerzeit der Knackpunkt und Anlass für die Investorengruppe mit ihrem Geschäftsführer Burkhard Schenk, die Planungen zu stoppen.

Mit einem Bebauungsplan macht die Stadt Vorgaben beispielsweise zu Gebäudehöhen und zur Gestaltung. Die Investoren erklärten, mit dem Bebauungsplan, so wie er sich im vergangenen Herbst darstellte, ließen sich die Umbauten nicht realisieren und reagierten mit dem Planungsstopp. Bei der Politik stieß das auf wenig Verständnis, es fielen deutliche Worte.

Im Detail ging es nicht so sehr um die Kaufhalle selbst, sondern vielmehr um Ideen der Investorengruppe auch für benachbarte Gebäude, die ebenfalls im Bebauungsplan behandelt werden. Gemeint sind das frühere Apothekengebäude an der Lüneburger Straße 21 und das an der parallel verlaufenden Achterstraße liegende Haus mit der Nummer 8. Inzwischen ist es im Bebauungsplan-Entwurf zu Änderungen gekommen.

Stadtsprecherin Ute Krüger erklärt, dass die Änderungen aber „eher redaktioneller und klarstellender Natur“ seien. Und was das alte Apothekengebäude und die Achterstraße 8 betreffe, so sei „die Zahl der zulässigen Vollgeschosse von drei auf vier erhöht“ worden, „ohne dass es hierdurch jedoch zu Anpassungen bei den Gebäudehöhen“ gekommen sei.

Ist dies der Durchbruch? Und wenn ja, wann darf mit einem Baustart an der Lüneburger Straße gerechnet werden? Die Investorengruppe trifft dazu keine Aussagen. Burkhard Schenk teilt mit, dass man einen beschlossenen Bebauungsplan brauche, bevor Arbeiten stattfinden könnten. Nach Auskunft der Stadt könnte dieser im Frühjahr 2021 vorliegen. VON NORMAN REUTER

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