Uelzer Tafel startet Weihnachtsaktion am Freitag und Sonnabend / Weiterer Termin im Dezember

Kauf’ eins mehr und teile

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Kerstin Goedecke, Ingeborg Klebow, Evelyn Darsow, Ulrike Pohl, Jana-Lara Gödecke und Silvia Sternkiker (von links) packen zusätzlich 180 Tüten für die Kinder und hoffen auf einen erneuten Erfolg der Aktion.

Uelzen. Bereits das vierte Mal fordern die Mitarbeiter der Uelzer Tafel in diesem Jahr vor Weihnachten die Bürger in Stadt und Landkreis auf, „Eins mehr“ zu kaufen und zu spenden. Am Freitag und Sonnabend, 25. und 26. November, und am Sonnabend, 3.

Dezember, stehen die ehrenamtlichen Helfer dafür vor Supermärkten (siehe Infokasten) und suchen daneben das Gespräch über das Anliegen der Tafel-Arbeit.

Die Uelzer Tafel registriert wachsenden Kundenansturm. Es sind rund 150 Menschen, die mittwochs und sonnabends im Tafel-Laden am Bohldamm regelmäßig Hilfe suchen. Hinter ihnen stehen noch die Familienmitglieder. „Ich bin ja nicht betroffen“, ist eins der leichtfertigsten Argumente, um wegzuschauen und Hilfe zu versagen. Wie schnell eine Biografie, ein Lebensstandard sich abwärts bewegen können, erweist sich als zunehmend unstrittig. Die Existenznot ist in diesem Lande im Mittelstand angekommen, davon zeugen zuverlässige Zahlen. Insgesamt 880 Tafeln deutschlandweit lindern bei einer Million Menschen schlimmste Not. Tendenz steigend.

„Weihnachtssachen wären ganz toll“, sagen die Organisatoren, nach favorisierten Spenden befragt. Ansonsten haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Konserven, Kaffee, Süßigkeiten. Keinen Alkohol und Tiefkühlware. Diese Spenden und für die Kinder Überraschungstüten, deren Inhalt in Mengen von Uelzener Firmen gespendet wurde, wird es zur Weihnachtsausgabe-Ausgabe (17. Dezember) auf den Warenkorb obendrauf geben, weil ein Fest ohne Geschenke sich doch keiner vorstellen kann. Dass es für viel zu viele keine Überraschungen gibt, weil schlicht dafür das Geld fehlt, ist traurige Realität. Die Aktion „Eins mehr“ ist jetzt die Aufforderung, bedürftigen Mitbürgern vor Ort zu helfen.

„Es ist immer wieder beeindruckend, dass sehr viele Menschen helfen wollen“, sagte Tafel-Gründer Gerard Minnaard vor einem Jahr an dieser Stelle, „und rührend, dass es oft welche sind, die nicht zu den reichen Schichten der Gesellschaft gehören.“

Von Barbara Kaiser

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