Katja ist neue Kartoffelkönigin

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Hunderte Besucher strömten zum Kartoffelfest nach Bad Bevensen und bewunderten den Festumzug durch den Ort, nachdem sie sich bei Spezialitäten rund um die Knolle gestärkt hatten.

Bad Bevensen. Wäre eine aktuelle Deutsch-Hausaufgabe gewesen, zur Wortfamilie mit dem Stamm „Kartoffel“ viele Begriffe zu finden, wäre gestern in Bad Bevensen eine prima Gelegenheit gewesen, vor Ort direkt dazu Beispiele zu finden. Etwa: Heidekartoffel, denn um sie rankte sich eine ganz besonders gestaltete Woche, die gestern mit einem großen Fest ihren Abschluss fand. Von Ute Bautsch-Ludolfs

Oder: Heidekartoffelkönigin! Friederike, die ein Jahr lang diesen Titel trug, immer wieder in ihrem erdfarbenen Kleid die Kartoffel bei so manchen Festen präsentierte, wurde verabschiedet. Nun ist Katja Trenn von Bürgermeister Bruno Losiak gekrönt worden und wird die Heidekartoffel würdig für ein Jahr ins Blickfeld rücken. Die neue Heidekartoffelkönigin kommt aus Stoetze, ist somit mit Land, Leuten und Kartoffeln vertraut, ist 20 Jahre alt und studiert Sozialmanagement. „Ich glaube, ich kann in diesem Jahr Erfahrungen sammeln, die ich sonst nicht gemacht hätte“, erklärt die neue Königin.

Neben Heidekartoffeln verschiedenster Art, Form, Farbe, Größe und Preis gab es natürlich auch die spezielle landwirtschaftliche Maschine zu sehen, mit der diese tollen Knollen geerntet Werder: der Kartoffelroder.

Auch musikalisch blieb die Kartoffel nicht unerwähnt. So besang der neu gegründete Bevenser Choreluja-Chor in einem munteren Kartoffel-Lied, dass der Mensch „nicht lebt vom Brot allein, auch Kartoffeln“ müssen sein. Und die ließen sich in verschiedener kulinarischer Art als Kartoffelschmaus probieren, ob nun als Bratkartoffel, Pommes frites oder Kartoffelmarmelade.

Das Heidekartoffelfest sorgte für reichlich Tamtam, erregte viel Aufmerksamkeit, insbesondere in der Innenstadt. Neben dem Markt und dem Bühnenprogramm, waren natürlich auch die vielen Königinnen, darunter neben anderen auch die Lindenkönigin des Bündnisses für Familie, eine große Attraktion.

Der prachtvolle Festumzug mit geschmückten Kutschen und Wagen mit den daraus winkenden Vertretern aus heimischen Vereinen und Verbänden in den Straßen der Innenstadt war ein besonderes neues Bonbon, das reges Zuschauerinteresse förderte. Platzkonzerte der Spielmannszüge an verschiedenen Orten, der verkaufsoffene Sonntag und nicht zuletzt die strahlende Oktobersonne setzten diesem krönenden Tag noch ein paar Zacken drauf.

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