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Katastrophe am Himmel

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Von: Dirk Marwede

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Organisator Horst Hoffmann (links) führte in die Ausstellung von Thorwald Spangenberg und Stephan Meyer (2. und 3. v.l.) ein. Foto: Marwede
Organisator Horst Hoffmann (links) führte in die Ausstellung von Thorwald Spangenberg und Stephan Meyer (2. und 3. v.l.) ein. © Marwede

Uelzen. „So ein Zeppelin war 130 km/h schnell, bei Rückenwind sogar noch schneller.“ Autor Stephan Meyer ist die Begeisterung anzumerken, und plötzlich merkt der Leser und Betrachter, dass viel mehr hinter der Graphic Novel „Mit dem Zeppelin nach New York“ steckt als gedacht.

Stephan Meyer und Thorwald Spangenberg stellten ihr Buch und Bilder daraus in einer Vernissage zur 192. AZ-Ausstellung in der Stadtbücherei vor. 

„Unsere Graphic Novel ist mehr als ein Sachbuch. Es erzählt die reale Geschichte des 14-jährigen Werner Franz. Es hat aber durchaus auch fiktive Anteile.“ Werner Franz befand sich als Lehrling an Bord des legendären Zeppelins Hindenburg, der Mitte der 1930er Jahre in Lakehurst (USA) in Brand geriet und abstürzte. Werner Franz überlebte das Unglück, gestorben ist er vor knapp drei Jahren.

„Wir haben mit seiner Familie Kontakt aufgenommen, die unserem Vorhaben äußerst aufgeschlossen gegenüberstand und uns unterstützt hat“, so Thorwald Spangenberg, der schon in seiner Diplomarbeit ein Bild von Werner Franz veröffentlicht hatte. Detektivarbeit war angesagt, um dessen Zeit als Mitglied der Crew des Zeppelins zu erforschen. Von der Idee bis zur endgültigen Umsetzung hat es Jahre gedauert, aber es hat sich gelohnt, sind sich der Autor und der Illustrator sicher. „Mit dem Zeppelin nach New York“ befindet sich irgendwo zwischen Jugend- und Erwachsenenliteratur, setzt sich aber von Comic-Heften allein dadurch ab, dass es ein fest gebundenes Buch und nur im Buchhandel erhältlich ist. Die Besucher der Vernissage zeigten von dem Buch und der dazugehörigen Entstehungsgeschichte gleichermaßen begeistert und so wurde am Ende so manches Buch signiert. Die Ausstellung ist noch bis Ende November in der Stadtbücherei zu sehen.

Von Dirk Marwede

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