Kleines Gotteshaus muss saniert werden / Hansestadt hilft mit Geldbetrag

Kapelle an der Gudesstraße mit feuchtem Gemäuer

Mit Grabungen auf der zum Parkplatz gelegenen Seite ist man in diesem Jahr bereits der Frage nachgegangen, warum das Gemäuer der Getrudenkapelle feucht ist.
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Mit Grabungen auf der zum Parkplatz gelegenen Seite ist man in diesem Jahr bereits der Frage nachgegangen, warum das Gemäuer der Getrudenkapelle feucht ist.

Uelzen – Das Gemäuer der Gertrudenkapelle an der Gudesstraße ist feucht. Das treibt die Stiftung, in deren Besitz sich das kleine Gotteshaus befindet, um. Der Bund hat bereits Fördermittel für eine Sanierung zugesagt.

Nun hilft auch die Hansestadt Uelzen: Gestern Abend hat der Stadtrat 5000 Euro frei gegeben, damit eine Sanierung der Kapelle weiter vorbereitet werden kann. „Wenn alles gut läuft“, so sagt Jan König aus dem Stiftungsvorstand, könnten 2021 Arbeiten erfolgen.

Ein Bagger war bereits schon einmal in den letzten Monaten an der Gertrudenkapelle im Einsatz. Es habe Grabungen auf der zum Hammerstein-Parkplatz gelegenen Seite gegeben, um der Frage nachzugehen, warum die Wände und das Deckengewölbe nass sind, erklärt Jan König.

Knapp formuliert, sitzt die Feuchtigkeit schon länger im Gemäuer. Sie ist inzwischen nach oben gewandert, weil bei früheren Arbeiten, die mehr als 50 Jahre zurückliegen, das Gemäuer im unteren Teil zu stark verschlossen wurde.

Die Kapelle wird für Taizé-Andachten, für Gottesdienste verschiedener Kirchengemeinden, aber auch für Lesungen genutzt – vor allem im Sommer. Zwar gibt es eine Heizung, sie ist aber auch Teil des Problems.

Ein länglicher Gasstrahler hängt unter der Decke, der beim Anspringen nicht nur laut ist, sondern auch für zusätzliche Feuchtigkeit im Gotteshaus sorgt. Eine neue Heizungsanlage soll ebenfalls bei der Sanierung eingebaut werden. Und bisher gibt es in der Gertrudenkapelle keine Sanitäranlage, auch dies soll sich ändern. „Es ist aber noch zu klären, ob eine Toilette in die Kapelle eingebaut werden kann oder ob es eine andere Lösung geben muss“, so Jan König.

Zu den Sanierungskosten sagt König: „Es wird wohl teurer als erhofft.“ Mit 190 000 Euro rechnete die Stiftung bisher, jetzt steht ein Betrag von 250 000 Euro im Raum. Der Haushaltsausschuss des Bundes hat 80 000 Euro Fördergelder in Aussicht gestellt. „Es ist also noch ein Weg zu gehen.“

Die 5000 Euro der Stadt „helfen uns in diesem Jahr ganz viel“, sagt Jan König, weil sich mit ihnen die detaillierten Sanierungsplanungen vorantreiben ließen, was für das Einwerben weiterer Fördermittel Voraussetzung sei. Allein für diese Detail-Planungen müssten etwa 25 000 Euro in die Hand genommen werden. VON NORMAN REUTER

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