Uelzen plant verkaufsoffenen Sonntag – parallel zu Bevenser Traditionsveranstaltung

Uelzen und Bad Bevensen: Kampf der Kaufleute

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Volle Läden und Cafés – so sieht die Bad Bevenser Innenstadt an den traditionellen Familiensonntagen aus. Dieses Jahr öffnen Uelzener und Bevenser Geschäfte parallel.

Bad Bevensen/Uelzen. Die Uhlenköperstadt lädt am letzten Sonntag im März zum Geschäftebummel ein – so wie es 15 Kilometer entfernt Bad Bevenser Gewerbetreibende jedes Jahr tun.

Während diese Überschneidung Uelzens Citymanager Joachim Lotz, der den verkaufsoffenen Sonntag organisiert, kalt lässt, schlagen in der Kurstadt die Wellen hoch – nicht nur wegen der „unnötigen Konkurrenzsituation“ in direkter Nachbarschaft, wie Siegfried Tippel von der Bevenser Werbegemeinschaft sagt, sondern vor allem wegen der mangelnden Kommunikationsbereitschaft der Kreisstadt.

Lesermeinungen dazu:

"Bevenser pfeifen auf Uelzen"

„Der erste verkaufsoffene Sonntag im Landkreis Uelzen fand vor gefühlten 20 Jahren am letzten Sonntag im März in Bad Bevensen statt“, sagt Tippel. In einem offenen Brief kritisiert der Inhaber des Möbelhauses Reck, dass Joachim Lotz bei seiner Planung keine Rücksicht auf den traditionellen Familiensonntag der Bevenser nimmt, bei dem die Gewerbetreibenden der Kurstadt nicht nur die Türen öffnen, sondern auch gemeinsam mit Ehrenamtlichen ein Rahmenprogramm organisieren. Tippel: „Was soll diese Terminverlegung Ihrerseits? Was wollen Sie damit bezwecken? Ihre Kunden, Gäste und Einwohner haben Zuverlässigkeit verdient, das sage ich Ihnen als derjenige, der seinerzeit für den ersten verkaufsoffenen Sonntag im Landkreis die Verantwortung übernommen hatte und das auch für den folgenden am 29. März in Bad Bevensen tut.“

Lotz bleibt, konfrontiert mit den Vorwürfen, gelassen: Bevensen sei für ihn kein Thema. Seine Termine stimme er nur auf die Mitbewerberstädte Lüneburg und Celle ab. „Für den Uelzener ist Bevensen uninteressant“, sagt Lotz. „Das Angebot in Lüneburg ist größer, und in Bevensen gibt es nur alte Leute – so denkt doch der Uelzener.“

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