Wählerstimmen im Visier: CDU und FDP nehmen Kurs auf 11. September

Kampf um Arbeitskräfte

„Fachkräftebedarf“: Franz Caesar, Michael Vidril, Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Horst Saevecke und Hubertus Kobernuss (von links) diskutierten gestern Abend auf Einladung von CDU-Landratskandidat Dr. Heiko Blume (rechts). Foto: Becker

Uelzen. Bis zum großen Finale am 11. September sind es zwar noch knapp zwei Monate – doch die Kandidaten für die Kommunalwahlen laufen sich bereits intensiv warm. So standen zwei parteipolitische Veranstaltungen gestern Abend ganz im Zeichen des heraufziehenden Wettstreits um die Wählerstimmen.

Während sich CDU-Landratskandidat Dr. Heiko Blume im Hotel „Deutsche Eiche“ Experten zum Thema „Fachkräftebedarf“ eingeladen hatte, schob die FDP mit Spitzenmann Rainer Fabel in der Stadthalle zeitgleich die notwendigen bildungspolitischen Weichenstellungen in den Mittelpunkt.

Auch wenn Franz Caesar, Geschäftsführer der Klinikum Uelzen GmbH, Michael Vidril, Personalverantwortlicher bei der Nordzucker AG, Kreishandwerksmeister Horst Saevecke, Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Präsident der Hochschule Ostfalia, sowie Hubertus Kobernuss, Geschäftsführer der gleichnamigen Spedition und Logistik, durchaus verschiedene Nuancen im „Konkurrenzkampf um Arbeitskräfte“ setzten, waren sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion in ihrer Forderung an die heimische Politik durchaus einig: Die Volksvertreter müssten das Regionalmarketing soweit vorantreiben, dass Stadt und Landkreis Uelzen nicht nur als attraktiver Arbeits-, sondern auch als lebenswerter Wohnort wahrgenommen würden. Kandidat Dr. Blume nahm den Ball gerne auf und machte deutlich, dass die öffentliche Hand den Landkreis unter seiner Regie als „Bildungsregion mit einem funktionierenden Personennahverkehr“ weiterentwickeln werde.

Über die Entfernung zum Arbeitsplatz speziell für Lehrer sprach bei der Parallelveranstaltung vor sechs Gästen der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag, Björn Försterling. Bei der Veränderung der Schulstruktur werde noch über die Frage diskutiert werden müssen, ob „wir Lehrern einen weiteren Arbeitsweg oder Schülern einen längeren Schulweg zumuten wollen“, sagte Försterling. Es sei das Ziel, die Schulstandorte langfristig zu sichern, so dass sie „innerhalb von 60 Minuten eine Oberschule oder ein Gymnasium erreichen können“. Abgesehen davon möchte seine Fraktion Tagesstätten und Schulen enger verzahnen und erreichen, dass frühkindliche Bildung noch früher einsetze.

Von Andreas Becker und Diane Baatani

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