Käufer für Schloss Holdenstedt gesucht

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Bis Ende September soll ein Käufer für das Schloss gefunden werden, andernfalls bleibt es im Besitz der Stadt.

Uelzen. Es ist ein Versuch: Bis Ende September soll ein Käufer für das Schloss Holdenstedt gefunden werden, damit die Stadt die Kosten für die fälligen Sanierungsarbeiten des historischen Baus nicht tragen muss.

Sollte sich bis zu besagtem Zeitpunkt niemand finden, der das Schloss erwerben möchte, so hat der Verwaltungsausschuss am Montag beschlossen, bleibt das Gebäude im Besitz der Stadt, die dann auch für die Arbeiten aufkommen wird. Der Beschluss vom Montag sieht vor, dass in diesem Fall in den Haushalt des Jahres 2015 ein Betrag von 100 000 Euro eingestellt wird, mit dem der Sanierungsbedarf abgeklärt werden soll.

Dieser Betrag für ein entsprechendes Gutachten, so sagte am Dienstag Bürgermeister Otto Lukat im Rahmen eines Pressegespräches, sei angesichts des Umfangs der nötigen Prüfung der Bausubstanz angemessen. Denn in den Blick zu nehmen sei wie auch beim Alten Rathaus die Gründung des Baus.

Lukat machte keinen Hehl daraus, dass die Suche nach einem Käufer schwer sein wird. Er erinnerte an den Erwerb des Schlosses durch die Stadt Anfang der 1980er-Jahre, nachdem der Besitzer Insolvenz angemeldet hatte. Damals habe es keine Kaufinteressenten gegeben – „die Stadt erwarb das Schloss zur Hälfte des Verkehrswertes“.

Dr. Ulrich Brohm, Leiter des Heimatmuseums, das im Schloss untergebracht ist, nahm die Nachricht von der Verkaufsabsicht gelassen entgegen. Überraschend sei es nicht, sagte er. Schon in der Vergangenheit sei über einen Verkauf gesprochen worden. „Wir machen so weiter. Nur die beabsichtigte Umgestaltung der Dauerausstellung ist auf Eis gelegt, bis Klarheit herrscht“, so Brohm gegenüber der AZ. Im Fall eines Verkaufs des Schlosses werde es aber ja auch künftig ein Heimatmuseum geben. Die Frage stelle sich dann nur, wo das Museum einen Platz finde. Seit 1985 ist es im Holdenstedter Schloss untergebracht.

Von Norman Reuter

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