Mehrere Interessenten für Gebäude am Ilmenauufer

Jugendzentrum soll verkauft werden

+
Der Betrieb des Jugendzentrums am Ilmenauufer soll in die Lucas-Backmeister-Schule verlegt werden. Das Gebäude will die Stadt dann veräußern.

Uelzen. Das Uelzener Jugendzentrum (JuZ) an der Ripdorfer Straße soll verkauft werden. Der Verwaltungsausschuss der Stadt hat sich dafür ausgesprochen, dass der Betrieb des Jugendzentrums und des Kindertreffs am Königsberg in der Lucas-Backmeister-Schule zusammengelegt werden.

Daraufhin könnte das Gebäude am Ilmenauufer veräußert werden, erklärt Uelzens Bürgermeister Otto Lukat. „Dafür gibt es mehrere Interessenten.“ Mit einem Kauf des Jugendzentrums hat sich das Deutsche Rote Kreuz, das in unmittelbarer Nachbarschaft mit dem Verwaltungssitz des Kreisverbandes, dem Mehrgenerationenzentrum und Seniorenwohnungen sowie dem Altenhilfebereich angesiedelt ist, noch nicht befasst, erklärt Geschäftsführer Heinz Meierhoff auf AZ-Nachfrage.

„Grundsätzlich hat das DRK Interesse daran, sich zu erweitern“, betont er. Dabei liege dem Kreisverband daran, mit räumlichem Bezug zum DRK-Zentrum zu wachsen. Die Wartelisten für Plätze in den Seniorenwohnanlagen seien weiterhin lang: „Der Bedarf ist enorm.“ Hätte das DRK noch mehr Häuser dieser Art, könnte es „noch etliche Wohnungen mehr vermieten“, weiß er. Ob sich das Grundstück des Jugendzentrums neben dem Kinderschutzbund und der Jugendhilfe dafür eignet, wäre zu überlegen. „Es muss vernünftig und wirtschaftlich sein“, sagt er. Da der Hauptschulzweig der Lucas-Backmeister-Schule zum Ende des Schuljahres 2015/2016 ausläuft und die Schüler zur Oberschule kommen, kann der Mensa-Bereich anders genutzt werden (AZ berichtete). Die Zweckbindung als Mensa laufe bereits Mitte 2015 aus, so Lukat.

Derzeit gibt es dort neben der Schulmensa auch eine Nachmittagsbetreuung. Ab Mitte 2015 könnte an dem Standort innenstadtnah das JuZ eingerichtet werden. Im Kindertreff am Königsberg sei schon jetzt festzustellen, dass weniger Nachwuchs aus dem Viertel dorthin komme. Und auch die Einrichtung am Ilmenauufer kann sich, wie berichtet, derzeit nicht auf das sogenannte „Laufpublikum“ stützen. Mit der Zusammenlegung will man eine bessere Wirkung für Kinder, Eltern und Jugendliche erzielen.

Von Diane Baatani

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare