Jugendmigrationsdienst und weitere Gruppen des CJD besuchen Behörden und Organisationen

Süßer Dank für viele Chancen

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Auf dem Weg zum „Danke sagen“: Rund 30 Personen vom Jugendmigrationsdienst und den Berufsbildenden Schulen II haben Mittwoch im Landkreis Uelzen Kekstüten verteilt und sich für vielfältige Förderungen bedankt.

Uelzen. Der Jugendmigrationsdienst des Christlichen Jugenddorfes (CJD) Göddenstedt hat sich Mittwoch mit über 500 Kekstüten bei Behörden, Firmen und Organisationen im Landkreis Uelzen für ihre Unterstützung bedankt.

Gemeinsam mit Schülern der Georgsanstalt – Berufsbildenden Schulen II waren rund 30 Personen unterwegs. Sie suchten unter anderem das Rathaus, die Deutsche Angestellten-Akademie, die Kreisvolkshochschule, das Sozialamt und die Ausländerbehörde, die Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Landkreises Uelzen und die Woltersburger Mühle auf und wendeten sich auch an Passanten auf dem Uelzener Wochenmarkt. Damit schloss sich der CJD mit dieser Abteilung und weiteren Gruppen dem landesweiten „Chancengebertag“ an.

„Gerade junge Menschen in und um Uelzen bekommen täglich eine Chance“, weiß Sylvia Helms, Leiterin des Jugendmigrationsdienstes, von den Gästen des CJD, „und mit dieser Aktion wollen wir Danke sagen und Chancen zurückgeben.“ Im Jugendmigrationsdienst an der Luisenstraße werden Menschen unter anderem beim Übergang zwischen Schule und Beruf begleitet, die Einrichtung arbeitet im Netzwerk mit Jugendhilfe, Schulen und anderen Einrichtungen zusammen. Die Aufgaben sind vom Bundesministerium für Frauen, Soziales, Familie und Jugend vorgegeben. Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen des CJD erhalten durch verschiedene Fördermöglichkeiten vielfältige Chancen, betont Sylvia Helms.

Mit den Kekstüten überreichten die Mitarbeiter und Teilnehmer des Migrationsdienstes sowie die Berufsschüler auch Gutscheine, auf denen jeder selbst einer anderen Person eine Hilfeleistung anbieten kann. „Dieser Hilfsgedanke soll in die Köpfe zurückgebracht werden und sich weitertragen“, erläutert sie. Zugleich bot die Einrichtung ihre Hilfe an und hat auch direkt eine Anfrage aus dem Uelzener Tagesdomizil am Stadtwald erhalten. Mit dem Vorlesen aus Märchen und Geschichten aus Mecklenburg hat der Migrationsdienst in zwei Gruppen seine Aktion gestern Nachmittag fortgesetzt und damit den Gästen dort Freude bereitet, berichtet Sylvia Helms.

Der Jugendmigrationsdienst in Uelzen hat in diesem Jahr erstmals an dem Chancengebertag teilgenommen. Schirmherr der Aktion ist Ministerpräsident Stephan Weil, der in seinem Grußwort daraufhin wies, dass die Chancengebertage ein Baustein der „Regionalen Mitmachtage gegen Armut und Ausgrenzung von Kindern“ seien, die durch das Land gefördert werden.

„Armut in unserem Land mag nicht vergleichbar sein mit der Armut in vielen anderen Ländern. Und dennoch bestehen auch hier große Unterschiede zwischen den Lebenssituationen der Menschen. Aktuell gilt fast jeder sechste Erwachsene und jedes fünfte Kind als von Armut bedroht“, erklärt Weil. „Das sollten wir gemeinsam ändern und für mehr soziale Gerechtigkeit und weniger Armut in Niedersachsen sorgen.“ Bei diesem Prozess müssten möglichst viele Menschen mitwirken, betont Weil.

Von Diane Baatani

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