Nach den Missbrauchsvorwürfen in Braunschweig: Justiz will Standort verlegen

Jugend in Uelzener U-Haft

Jugendliche Untersuchungshäftlinge sollen demnächst auch in Uelzen untergebracht werden. Archivfoto: Petersen

Uelzen. In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Uelzen sollen künftig jugendliche Untersuchungshäftlinge untergebracht werden.

Damit will die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz einen neuen Standort als Ersatz für die Jugendlichen-Untersuchungshaft in der Braunschweiger Abteilung der JVA Wolfenbüttel schaffen, die geschlossen werden soll.

Hintergrund dafür sind erste Ergebnisse einer Expertenkommission, die einberufen worden war, nachdem Missbrauchsvorwürfe eines 17-jährigen Inhaftierten in Braunschweig bekannt geworden waren. Demnach biete die Jugend-U-Haft in Braunschweig keinen „ausreichenden Schutz vor Gewalttaten im Dunkelfeld“, teilte gestern das Justizministerium in Hannover mit. Die Überwachungsmöglichkeiten würden dort wegen schlechter baulicher Voraussetzungen nicht ausreichen. Daher werde nun der Uelzener Standort geprüft, so Pressesprecher Alexander Wiemerslage auf AZ-Nachfrage. Er rechnet damit, dass etwa in drei Monaten die Häftlinge in die Uhlenköperstadt verlegt werden. Ob dafür 21 Plätze eingerichtet werden wie derzeit in Braunschweig, ist noch offen. [...]

Von Diane Baatani

Der komplette Artikel steht heute in der AZ und im E-Paper.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare