Jogger sollen helfen

Provisorisch ersetzt: Statt des demolierten Wegweisers zeigt jetzt ein eilends gezeichnetes Pappschild den richtigen Walk-Weg.

Uelzen - Von Diane Baatani. Randale auf dem Nordic-Walking-Pfad: In den vergangenen Tagen häufen sich die Hinweise auf demolierte Wegweiser. Die Polizei Uelzen hat die Ermittlungen aufgenommen. Damit sich die Beschädigungen nicht noch mehr häufen, bittet Anke Steffen, Leiterin der Stadt- und Touristinformation, zusätzlich Walker, Jogger und Spaziergänger, die an den Schildern vorbeikommen, eine Patenschaft dafür zu übernehmen. „Wir suchen Menschen, die Patenschaften für einzelne Strecken übernehmen und uns bei der regelmäßigen Prüfung der Schilder unterstützen“, erklärt Steffen.

Vor drei Wochen war der 470 Kilometer lange Nordic Walking & Fitness Park Lüneburger Heide erst feierlich eröffnet worden. Mehr als 2000 Wegweiser führen über die Strecke. 300 000 Euro kostete das Projekt von acht Gemeinden und Samtgemeinden (außer Rosche und Suderburg) im Landkreis Uelzen. Seit kurzem werden in der Touristinformation abgerissene, kaputte Schilder von den Strecken im Stadtwald, am Königsberg und am Oldenstädter See abgegeben. „Einen Teil davon haben wir selbst eingesammelt, andere wurden uns von aufmerksamen Menschen mitgebracht“, berichtet die Leiterin des Büros.

Die unbekannten Täter lockerten einige Holzpfosten, an denen die Schilder befestigt sind, oder rissen sie heraus. Manche Wegweiser verdrehten sie, sodass weniger ortskundige Nordic-Walker falsch geführt werden.

Weil es sich bei den beschädigten Schildern um eine große Menge handelt, vermuten die Polizeibeamten, dass die Täter fast schon systematisch vorgingen. Die Organisatoren des Parks ärgern sich besonders darüber, da Touristiker, Therapeuten, Ärzte, Bedienstete der Verwaltungen, Nordic-Walker und Politiker aus dem ganzen Landkreis jahrelang Arbeit und Engagement hineinstecken.

„Es ist einfach frustrierend sich vorzustellen, wie Menschen, die sich auf unsere so sorgfältig geplante Infrastruktur verlassen, plötzlich allein im Wald stehen und nicht mehr wissen, ob links oder rechts entlang. Und das, weil einer oder wenige sich an den Schildern vergreifen“, kritisiert Anke Steffen. Bisher ist sie selbst ständig auf den Strecken unterwegs, prüft die Beschilderung und ersetzt fehlende Wegweiser. Auch Kollegen und Passanten geben ihr Hinweise auf beschädigte und fehlende Schilder, sagt sie. „Aber wir brauchen noch mehr Unterstützung. Wir würden uns sehr freuen, wenn interessierte Personen Patenschaften über einzelne Wege übernehmen.“

Diese würde eine regelmäßige Kontrolle der Schilder auf einer Strecke zwischen 4 bis 12 Kilometer Länge beinhalten, Weitergabe von Infos über fehlende oder kaputte Wegweiser an die Touristinformation und gegebenenfalls das Anbringen von Ersatzschildern. Damit wendet sie sich an Personen, die regelmäßig auf einer bestimmten Strecke spazieren gehen oder mit einer Sportgruppe unterwegs sind und dabei auf die Schilder achten.

Interessierte melden bei der Touristinformation unter (05 81) 8 00  61 70 oder unter anke.steffen@stadt.uelzen.de.

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