Wechsel beim Busverkehr / Für Fahrgäste soll es keine Auswirkungen geben

Jetzt tourt RBB wieder durch den Kreis Uelzen

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Verbindungen führen nach Himbergen, Rosche oder Bad Bevensen: Für den Busverkehr im Landkreis Uelzen ist wieder die RBB zuständig. 

Uelzen/Landkreis – Die Regionalbus Braunschweig GmbH, kurz RBB, dürfte jenen ein Begriff sein, die im Landkreis Bus fahren. Bis 2016 war das Unternehmen für den Busverkehr zuständig, bevor „Haller“ übernahm. Zukünftig ist aber wieder die RBB im Landkreis zuständig.

Sowohl RBB als auch Haller sind Tochterbetriebe der Deutschen Bahn. Sie bleibt vage, was die Gründe betrifft, die zum Wechsel geführt haben. In einer Pressemitteilung ist die Rede von einer „Unternehmensumstrukturierung“. Für die Fahrgäste soll sich aber nichts ändern.

Der Landkreis Uelzen, bei dem die Verantwortung für den Öffentlichen Personennahverkehr mit Bussen liegt, teilt auf Nachfrage mit: „Es gibt durch den Wechsel keine Auswirkungen. Der Fahrplan gilt unverändert.“ Die Bahn ergänzt: Gehe es um Fundsachen oder Fragen zum Verkehr, sei wie bisher der gleiche Kundenservice zuständig.

RBB war auch nach der Übernahme des Busverkehrs durch Haller mit einem Betriebshof auf dem Rahlande in Uelzen vertreten, auf dem die Busse geparkt und ge- wartet wurden. RBB trat in dieser Zeit auch als Dienstleister für das Unternehmen Haller auf, das seinen Sitz in Walsrode hat. Doppelstrukturen haben nach Auskunft der Bahn nun am Standort Uelzen ein Ende. Mit dem Wechsel wird der Uelzener RBB-Betriebshof auch weiter Bestand haben.

Aus dem Kreis der Beschäftigten ist zu hören, dass die Neuerung als positiv bewertet wird. Was Bezahlung und Beschäftigungssicherheit betrifft, heißt es von der Bahn, gelte für alle Mitarbeiter am Standort Uelzen jetzt der Manteltarif der RBB. „Das sind für die ehemaligen Haller-Mitarbeiter bessere Rahmenbedingungen.“

Das Verhältnis zwischen RBB und Landkreis Uelzen war in der Vergangenheit nicht immer ungetrübt. Wie die AZ berichtete, stritten 2017 das Unternehmen und der Kreis vor Gericht. Der Rechtsstreit drehte sich um höhere Forderungen, die die RBB für die Schülerförderungen an den Landkreis richtete. Es ging um 240.000 Euro. Zu der Neuerung erklärt der Landkreis: Der Wechsel sei in enger Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung auf Wunsch der RBB vorbereitet und umgesetzt worden. „Es gilt vollumfänglich der Verkehrvertrag, der zuvor mit der Haller Busbetrieb GmbH geschlossen wurde.“

VON NORMAN REUTER

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