Drama in Dubai: Das Kind der Bad Bevenserin Katharina Dück bleibt verschwunden

„Es ist jetzt ein Rosenkrieg“

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Seit Monaten kämpft Katharina Dück in Dubai um ihren kleinen Sohn, mit dem sie nach Deutschland zurückkehren will.

Uelzen/Dubai. Beim Kampf um ihren Sohn hat die Bad Bevenserin Katharina Dück vor dem Familiengericht von Dubai einen Etappensieg erzielt:

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Im Restaurant entführt

Die Richter haben beim jüngsten Verhandlungstermin entschieden, dass der 18 Monate alte Rayan bis zu einem endgültigen Urteil zur Mutter zurück gebracht werden soll und der Vater im Monat 500 Euro Unterhalt zu zahlen hat. Doch für die 27-jährige Mutter ist diese Entscheidung womöglich ohne Wert: Denn der ägyptische Vater, der das Kind bei einem Treffen in einem Restaurant am 18. August entführt hatte, ist seitdem abgetaucht.

Auch zum jüngsten Gerichtstermin war der Ehemann, der selbst Anwalt ist, nicht gekommen, sondern hatte sich von einem Kollegen vertreten lassen. Katharina Dück hatte ihn zwischenzeitlich wegen Entführung des Sohnes angezeigt. Nächster Gerichtstermin in dem Ehedrama ist der 1. Oktober.

Rayan am Strand von Dubai – jetzt ist er beim Vater.

Die 27-Jährige war, wie berichtet, aus beruflichen Gründen in die Emirate gezogen, hatte sich dort in den ägyptischen Anwalt verliebt und ihn geheiratet. Nach der Geburt des Kindes ist sie nach eigenen Angaben vom Ehemann misshandelt worden und war schließlich mit dem Jungen aus der Wohnung geflüchtet. Auf Anraten des deutschen Konsulates, traf sie sich mit ihm zu einem Gespräch, dabei entriss er ihr das Kind (AZ berichtete). „Mein Anwalt hat jetzt beantragt, dass der Richterspruch auf vorläufige Rückgabe des Kindes an mich vollstreckt wird“, schildert Katharina Dück gestern aus Dubai der AZ.

Doch sie weiß auch, wie schwierig es ist, den Ehemann letztlich ausfindig zu machen. Denn er verfügt über ausgezeichnete Kontakte in den Emiraten. „Das ist jetzt ein richtiger Rosenkrieg, ich hoffe aber nach wie vor auf ein gutes Ende“, sagt die Mutter, die mit ihrem Kind zurück in den Kreis Uelzen will.

Von Thomas Mitzlaff

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