„Jetzt reicht’s“ in Hohnstorf

Der Bienenbütteler Künstler Wolfgang Sperzel hat die Problematik in Hohnstorf bereits in einem Cartoon verarbeitet. Grafik: Sperzel

Hohnstorf. Noch werden auf den Feldern Getreide und Rüben angebaut, direkt am Elbe-Seitenkanal in Hohnstorf in der Gemeinde Bienenbüttel. Doch schon bald soll auf den Äckern, wie berichtet, eine Tank- und Rastanlage für die geplante A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg entstehen. Dies nimmt der Norddeutsche Rundfunk zum Anlass, am kommenden Dienstag, 22. März, eine öffentliche Diskussionsveranstaltung aufzuzeichnen, die von der Bürgerinitiative (BI) „Hohnstorf 2011 – Rasthoffreie Zone“ organisiert wurde.

Die Menschen in dem 200-Einwohner-Ort Hohnstorf schreckt die Aussicht auf 250 Parkplätze, die allein für den Schwerlastverkehr auf der Tank- und Rastanlage entstehen sollen. Dazu kommen Stellplätze für Pkws und Busse sowie Gebäude, für die auch ein Wäldchen weichen muss. 24 Hektar asphaltierte Fläche mitten in einem Naherholungsgebiet – das wollen sie nicht hinnehmen. Und das werden sie am kommenden Dienstag einmal mehr unmissverständlich klar machen, kündigt Matthias Sost, Sprecher der BI, an.

Die Sendereihe des NDR „Jetzt reicht’s!“ wird das Thema, das in Hohnstorf die Gemüter bewegt, aufgreifen: Die öffentliche Diskussionsveranstaltung beginnt um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Hohnstorf.

Beteiligt an der Diskussion, zu der jeder Interessierte eingeladen ist, ist nicht nur Matthias Sost von der Bürgerinitiative, sondern auch Dirk Möller, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg. Sost freut sich besonders über die Zusage dieses Gastes, da bislang in vorangegangenen öffentlichen Debatten nie ein Vertreter der Planungsbehörde zugegen war. Außerdem dabei sind der Landtagsabgeordnete Jörg Hilmer (CDU) und Uelzens Bürgermeister Otto Lukat. Moderator der Veranstaltung ist Hans-Jürgen Otte vom NDR.

Die Sendung wird dann am Donnerstag, 24. März, ab 20 Uhr auf NDR 1 Niedersachsen ausgestrahlt. Die interessantesten Aussagen werden bereits am selben Vormittag zu hören sein.

Von Ines Bräutigam

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare