Uelzens neuer Bürgermeister Jürgen Markwardt gibt sich bei der Amtseinführung kämpferisch

„Jeder hier hat es verstanden“

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Uelzen. Es hätte kaum ein schwierigerer Start werden können für Uelzens neuen Bürgermeister. Und er habe sich lange Gedanken darüber gemacht, ob es der richtige Zeitpunkt für eine Amtsantrittsfeier sei, gestand Jürgen Markwardt gestern Mittag beim Festakt.

Seit nunmehr zwei Wochen hat er die Amtsgeschäfte als Uelzener Stadtoberhaupt inne, seit gestern trägt er auch offiziell die Amtskette der Uhlenköperstadt. Und Jürgen Markwardt ging mit der aktuellen turbulenten Situation im Rathaus auf seine Weise um: Er nannte das Kind, oder vielmehr die Kinder, beim Namen.

Eine erst verspätet mitgeteilte Kostenexplosion beim Umbau des Alten Rathauses, die Verzögerungen beim Bau des Marktcenters, das neuerliche Millionenloch im Haushalt – der neue Bürgermeister ging in seiner Ansprache in die Offensive und bezog Stellung. „Denn ich hätte es nicht als den richtigen Weg empfunden, dieser Feier und diesen Themen aus dem Weg zu gehen, sondern ich will es angehen und heute auch ansprechen“, zeigte er sich kämpferisch.

Dabei kann Jürgen Markwardt auf einen großen Rückhalt in der Bevölkerung setzen. Denn mit 64,38 Prozent der Wählerstimmen hatte sich der von der SPD favorisierte Kandidat am 25. Mai mit deutlicher Mehrheit durchgesetzt. An die Stadtpolitik appellierte er, persönliche Belange hinten anzustellen und auch parteipolitische Aspekte hätten in Uelzen nicht annähernd die Bedeutung wie in der Landespolitik. [...]

Von Thomas Mitzlaff

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