DRK und AZ rufen Bürger im Landkreis Uelzen zur großen Spendenaktion auf

Jeder Euro geht an Flutopfer

+
Symbolfoto

Uelzen/Landkreis. In ihrem Jahresrückblick titelte die AZ am 31. Dezember 2002: „Nach der Flut die große Hilfe-Welle – 250 000 Euro bei gemeinsamer Aktion von DRK und AZ“.

Im Text hieß es dann weiter: „Um die Not der Menschen in den Hochwasser-Gebieten zu lindern, zahlten tausende von Bürgern aus dem Landkreis Uelzen auf ein Spendenkonto ein. Es war niedersachsenweit die größte Hilfsaktion. “.

Da sich die seinerzeit als Jahrhundert-Hochwasser bezeichnete Katastrophe nur etwas mehr als ein Jahrzehnt später, im Sommer 2013, wiederholt, möchten der Kreisverband Uelzen des Deutschen Roten Kreuzes und die AZ gemeinsam erneut eine Solidaritätswelle zugunsten der aktuellen Flutopfer initiieren.

Lesen Sie dazu auch:

Wo ist die Solidarität der Geretteten?

Ab sofort können alle Spendenwillige bei der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg (Konto: 234000099; Bankleitzahl: 25850110; Stichwort: DRK-Flutopferhilfe) ihren ganz persönlichen Beitrag leisten, um den Menschen in den Hochwassergebieten zu helfen. Und diese Hilfe soll ganz gezielt eingesetzt werden, wie Heinz Meierhoff, DRK-Geschäftsführer, betont. Meierhoff war bereits vor elf Jahren maßgeblich an der erfolgreichen Hilfsaktion beteiligt. „Wir werden auch diesmal das Spendengeld Eins-zu-Eins an die Hilfsbedürftigen weitergeben. Zusammen mit dem jeweils örtlichen DRK werden wir jeden Einzelfall prüfen, ob der potentielle Empfänger auch wirklich hilfsbedürftig ist. Dabei werden wir selbstverständlich berücksichtigen, ob der Hilfsbedürftige schon aus staatlichen Töpfen ausreichen versorgt ist oder ob eine andere Hilfsaktion schon gegriffen hat“, versichert Meierhoff.

Auf dieser konkreten Einzelfall-Hilfe beruhte der große Spendenerfolg im Jahr 2002. Der damalige Landrat Gerhard Schulze sagte im Herbst 2002 zum Abschluss der Spendenaktion: „Die Spender wussten von Anfang an, hier geht jeder Euro ohne Verwaltungsabzug an Menschen, die dringend Hilfe benötigen.“ Den logistischen Aufwand und die ehrenamtliche Mehrarbeit, die hinter dieser finanziellen Unterstützung stehen, möchten die DRK-Mitarbeiter auch diesmal auf sich nehmen. Heinz Meierhoff kündigt an, das Geld erneut persönlich bei den Flutopfern abzuliefern. „Vor 11 Jahren bin ich rund 4000 Kilometer durch das Land gefahren, um den betroffenen Familien die Spendengelder direkt zu übergeben“, erinnert sich der DRK-Geschäftsführer.

Von Andreas Becker

Die Bilder aus der Altmark und dem Wenldand

Hochwasser in der Altmark und Uelzener Helfer im Wendland

Mit Hochdruck gegen das Hochwasser

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare