Kicken und kommunizieren

Jede Woche gemeinsames Bolzen in Uelzen soll die Integration fördern

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Sport fördert Verständigung – nach diesem Prinzip funktioniert der Samstags-Kick in der Pestalozzi-Halle am Emsberg.

Uelzen. Ein Sportangebot der besonderen Art steht ab sofort auch allen interessierten jungen Männern im Landkreis Uelzen offen.

Wer mindestens zwölf Jahre alt ist und gerne zwanglos in lockerer Runde Fußball spielen möchte, kann das jetzt jeden Sonnabend von 19.30 bis 22 Uhr in der Pestalozzi-Halle Am Emsberg 4 tun. Das Projekt „Samstags-Kick!“ richtet sich dabei sowohl an Jungs und junge Männer mit deutscher Herkunft als auch emigrierte Hobbykicker.

Neben dem Bolzen, dem Kicken, dem Fußballspielen sind gemeinsame Gesprächsrunden fester Bestandteil der Abende. Kommunikation sei der wichtigste Schlüssel zum gegenseitigen Austausch und zur Integration der nach Deutschland gekommenen Menschen, erklären die Organisatoren. Mithilfe des Projektes sollen die Teilnehmer voneinander lernen und vielleicht auch neue Vorbilder für sich selbst entdecken. Bestenfalls könnten die Jugendlichen auf diese Weise für eine Ausbildung und eine positive Zukunft motiviert werden, heißt es weiter.

Die Idee zu dem Projekt hatte der Verein „Jugend Tugend e.V.“ zusammen mit dem Verein „Nestwerk e.V.“ 2015 in Hamburg gehabt. Seitdem wurde der „Samstags-Kick!“ in zahlreichen Stadtteilen Hamburgs erfolgreich umgesetzt. Auch in der Hansestadt Lüneburg hat das Projekt inzwischen viele Freunde und Teilnehmer gefunden.

In Uelzen ermöglicht eine Kooperation aus dem Vereins „Jugend Tugend e.V.“ mit dem Präventionsrat Uelzen und dem Landkreis Uelzen den „Samstags-Kick!“.

„Das Projekt kann nach unserer Überzeugung einen wichtigen Beitrag zur Integration junger Menschen in die Gesellschaft leisten – übrigens auch für ältere Menschen mit Migrationshintergrund“, begründet Josefin zum Felde vom Sachgebiet „Migration und Teilhabe“ die Unterstützung des Landkreises Uelzen. Das Projekt sei bereits durch die Drogenbeauftragte der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden, so zum Felde abschließend.

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