Nationen üben: Luftkämpfe in großer Höhe / Gefechtslärm nur auf Übungsplätzen

Jawtex – das leise Manöver

+
Modernste Technik: Eine Panzerhaubitze 2000 der 6. Batterie des Artillerie-Lehrbataillons 345 aus Kusel feuert auf dem Truppenübungsplatz Bergen/Hohne. Die Granate (oben rechts) kann bis zu 56 Kilometer weit verschossen werden. Fotos (2): hob

hob/nre Holzdorf/Uelzen. Derzeit tobt über der Region das größte Manöver der Bundeswehr seit Jahren – seit Montag läuft, wie berichtet, das Manöver Jawtex 2014 mit 4500 Teilnehmern.

Täglich starten von den schleswig-holsteinischen Absprunghäfen bis zu 90 Maschinen, um über den westlichen Teil des Landkreises Uelzen und der benachbarten Altmark zu üben. Elf Nationen sind mit dabei.

„Wir wollen mit unseren Partnern die Verfahren des Zusammenwirkens üben“, sagt Brigadegeneral Burkhard Pototzky, Leiter der Operationstzentrale Luftwaffe, in seinem Gefechtsstand im brandenburgischen Holzdorf, unweit der niedersächsischen Grenze, in einem AZ-Gespräch. Eine Erfahrung, die der General aus Afghanistan mitbringt. Konkret bedeutet dies, es wird mit einer internationalen Streitmacht geübt – darunter auch nicht NATO-Staaten wie Finnland, Österreich und die Schweiz. Das sind jedoch Partner, mit denen bei weltweiten Einsätzen wie etwa in Afghanistan zusammengearbeitet werden muss.

Es sei keine NATO-Übung, betont der Brigadegeneral in seinem Gefechtsstand. Die Bundeswehr habe seit 2011 an den Vorbereitungen gefeilt. Jawtex läuft noch bis zum 22. Mai. Neben den Luftkämpfen in großer Höhe, von denen am Boden kaum etwas mitzubekommen ist, stehen lediglich die Truppenübungsplätze im Zentrum der Übungen. Und das sind Bergen/Hohne in der südlichen Heide, Altengrabow und Klietz, wo am Montag von rund 900 Luftlandesoldaten rund 400 abspringen sollen.

In diesen Bereichen gehen auch die Jets zum Tiefflug über. Alle Maschinen sind mit zusätzlichen Ortungssystemen ausgestattet worden, sodass eine präzise und minuziöse Auswertung möglich ist, nennt der General das Jawtex-Ziel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare