Dr. Henning Scherf spricht über das letzte Tabu

20 Jahre Hospizdienst im Kloster Medingen

Mit drei großen Veranstaltungen begeht der Hospizdienst sein Jubiläum.
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Mit drei großen Veranstaltungen begeht der Hospizdienst sein Jubiläum.

Uelzen/Medingen – Mit aushalten, dableiben, hineinfühlen, den Sterbenden begleiten und unterstützen und auch noch Angehörige und Freunde in ihrem Abschiedsschmerz betreuen – das leisten ausgebildete ehrenamtliche Sterbegebleiter des Hospizdienstes im Landkreis Uelzen seit vielen Jahren.

Eine Arbeit, die eher verborgen bleibt. Alter, Nationalität, Konfession und Weltanschauung haben da keine Bedeutung, das liebevolle Betreuen und Begleiten, das Nicht-Alleinlassen Sterbender steht im Vordergrund. Das Angebot kann unentgeltlich genutzt werden – auch für Kinder. Mehr als 40 Ehrenamtliche, als Begleiter oder im Vorstand, sind aktiv dabei.

Diesen ambulanten Hospizdienst gibt es nun bereits 20 Jahre mit seinem Domizil im Kloster Medingen – damals von Äbtissin Gisela Rothbarth ins Leben gerufen und inzwischen von Frank Peters als Vorsitzendem geführt, unterstützt von zwei Koordinatorinnen: Britta Grundwald und Antje Reichmann.

Das Jubiläum wird in besonderer Weise mit drei Veranstaltungen begangen – jeweils mit freiem Eintritt.

Beginn ist am Donnerstag, 12. September, um 19 Uhr im Neuen Schauspielhaus in Uelzen. Mehrere Sterbebegleiterinnen werden von ihren bewegenden Erfahrungen und Erlebnissen unter dem Titel „Geschichten vom Sterben und Lieder des Lebens“ berichten. Denn oft spielte bei den Sterbenden auch Musik eine Rolle. Der Kirchenchor Bevensen wird mit Gesang unterstützen, ob nun ausgewählte Strophen vom Adventslied „Macht hoch die Tür“ oder Sarah Connors Titel „Das Leben ist schön“. Auch die Musikschule Uelzen wirkt mit.

Gefeiert wird am Sonntag, 22. September. Dann beginnt um 9.30 Uhr ein Gottesdienst im Kloster Medingen und anschließend ist ein Empfang im Brauhaus mit Gelegenheit zu vielen Gesprächen.

Ein besonderer Gast kommt am Dienstag, 24. September um 18 Uhr in den Uelzener Rathaussaal: Dr. Henning Scherf. Der ehemalige Bürgermeister der Hansestadt Bremen wird zum Thema „Das letzte Tabu. Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen“, reden und mit Gästen ins Gespräch kommen. Ihm ist klar: „Das Sterben gehört zum Leben. Darum ist das Reden darüber ein Teil unseres Lebens.“

ute

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