22 Jahre für Flächentausch

B4-Ostumgehung: Langwieriges Verfahren mit Grundstücksbesitzern

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Zum Abschluss des Flurbereinigungsverfahrens enthüllten Clemens Thode (l.) und Heinrich Meyer einen Findling mit Gravur.

nre Uelzen. Streng genommen währte die Fertigstellung der Bundesstraße 4 östlich an Uelzen vorbei bis in diesen September – auch wenn seit mehr als zehn Jahren bereits Fahrzeuge auf der fertiggebauten Trasse unterwegs sind.

Doch erst jetzt konnte das Flurbereinigungsverfahren, in dem Besitzverhältnisse von Grundstückseigentümern und Anliegern der Straße geklärt wurden, abgeschlossen werden.

Die Interessen von 171 vom Bau betroffenen Flächenbesitzern waren zu berücksichtigen, informiert Clemens Thode vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg, das für die Flurbereinigung zwischen Uelzen und Niendorf II zuständig war. 22 Jahre dauerte der Prozess.

Für den Bau der B4-Ostumgehung wurden Flächen den Eigentümern abgekauft, schildert Clemens Thode, ein Landabzug sei nicht nötig gewesen. Die finanzielle Entschädigung habe nicht über die Probleme hinwegtrösten können, sagt Heinrich Meyer, der mit einem Verfahrensvorstand die Interessen der Grundstückseigentümer vertrat. Die B 4 durchschnitt Flächen, mancherorts seien nicht mehr zu gebrauchende Ecken übrig geblieben, berichtet er. „Wir waren mehr an Flächen als an Geld interessiert“, so Meyer. Doch Ackerboden habe man ihnen kaum als Ausgleich anbieten können. So seien vorhandene Flächen neu zugeschnitten, teils Gebiete auch unter Eigentümern getauscht worden. Ein Findling mit Gravur erinnert seit vergangener Woche an das langwierige Verfahren.

Die Sorge, sich womöglich bald wieder mit dem Amt für regionale Landesentwicklung auseinandersetzen müssen, brauchen die Flächeneigentümer nicht zu haben. Sie wären durch einen Bau der A 39 nicht betroffen und die B 4 sei in ihrer Höhe bereits dreispurig ausgebaut, so Thode.

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