2021 soll an der Wipperau in Oldenstadt eine Firmenzentrale hochgezogen werden

Oldenstadt: IT-Zentrum statt Besamungsstation

Von den Ställen der einstigen Besamungsstation ist nichts mehr zu sehen: Auf 2500 Quadratmetern soll nun 2021 der Firmensitz der „Wolkenhof GmbH“ entstehen.
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Von den Ställen der einstigen Besamungsstation ist nichts mehr zu sehen: Auf 2500 Quadratmetern soll nun 2021 der Firmensitz der „Wolkenhof GmbH“ entstehen.
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Uelzen-Oldenstadt – Nachdem die alten Ställe abgetragen sind, ist der Platz für Neues vorhanden: Unweit der Wipperau in Oldenstadt will nun der Unternehmer Nikolai Hofmeister 2021 in einen Komplex unter anderem mit Werkstätten für Büro- und Computer-Technik und mit einem Schulungszentrum investieren.

Geht es nach Hofmeister, wird der erste Spatenstich im Frühjahr gesetzt.

Das Millionen-Projekt war erstmals öffentlich in einer Oldenstädter Ortsratsitzung im Februar vergangenen Jahres vorgestellt worden. Der Komplex soll Sitz für ein Unternehmen sein, das im vergangenen Jahr aus einem Zusammenschluss von Bürowelt Köhn und dem IT-Spezialisten Reimers in Uelzen entstanden ist und das nach Angaben Hofmeisters im April auch noch das IT-Systemhaus Ksoll in Geesthacht an der Elbe übernahm.

Belegschaft soll weiter wachsen

„Wir sind im vergangenen Jahr schnell gewachsen“, bilanziert Nikolai Hofmeister. Inzwischen beschäftigt er unter dem Firmennamen „Wolkenhof GmbH“ gut 50 Mitarbeiter.

Nikolai Hofmeister, Investor

In der Corona-Pandemie mit Schulunterricht vor dem Computer-Bildschirm und Homeoffice habe der IT-Bereich noch einmal an Bedeutung gewonnen, schildert Hofmeister. Perspektivisch wolle das Unternehmen beim Personal weiter wachsen. Dazu würde im Betrieb auch ausgebildet, sagt Hofmeister. Hofmeister und sein Team wollen zukünftig nicht nur Büromöbel und Computertechnik verkaufen und deren Reparatur sicherstellen. Mit dem Bau auch eines Rechenzentrums will das Unternehmen seinen Kunden Speicherplatz für Daten sowie Rechenleistung anbieten können.

Hofmeister geht aktuell bei dem Vorhaben von einem Investitionsvolumen von mehr als 5,5 Millionen Euro aus. Ihm sind bereits Fördermittel bewilligt worden. Zwischen 30 und 50 Mitarbeiter, sagt der Unternehmer, sollen zukünftig auf dem Gelände an der Wipperau, auf dem früher eine Besamungsstation zu finden war, ihren Arbeitsplatz haben.

Natürliche Materialien werden verbaut

Einst zur Besamungsstation gehörende Stallanlagen hat der Unternehmer im vergangenen Jahr bereits abreißen lassen, damit auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern das Gebäude in „biologischer Bauweise“ in die Höhe wachsen kann.

Was man wissen muss: Der Datenverkehr im IT-Bereich frisst große Mengen an Strom. Nikolai Hofmeister sagt: Ihm liege das Thema Nachhaltigkeit am Herzen. Bei dem Bauvorhaben sollen demzufolge natürliche Materialien zum Einsatz kommen und Pholvoltaik spiele eine Rolle. Nikolai Hofmeister geht von einer Bauzeit von etwa neun Monaten aus.

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