Douglasbande: Zehn Jahre lang keine Rückkehr möglich

Ismail N. in den Kosovo abgeschoben

+
Ismail N. (links) beim Prozess im Landgericht.

dib Uelzen/Hameln. Nach dem ersten Jahr Jugendhaft ist der 22-jährige Ismail N. aus Uelzen nun in den Kosovo abgeschoben worden. Von dort war er in seinem zweiten Lebensjahr nach Deutschland gezogen.

Mehr zur Douglasbande

Uelzener Ismail N. wird in den Kosovo abgeschoben

Strafe wegen Falschaussage

Definitv Knast für Ismail N.

Neuer Prozess für Robert K.

Die Ausländerbehörde des Landkreises Uelzen hatte die Abschiebung des Mitglieds der sogenannten Douglas-Bande angeordnet, da es vom Landgericht Lüneburg wegen gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren Haft verurteilt worden war. Ismail N. hatte im Juli 2011 einen damals 41-Jährigen mit einem Flaschenwurf auf der Gudestorbrücke lebensgefährlich verletzt.

Bei der Abschiebung aus der Jugendanstalt Hameln wurde Ismail N. von Mitarbeitern des Landeskriminalamtes begleitet. Nach Angaben des Landkreises wird in einem solchen Fall die Person vor Ort an die zuständigen Behörden übergeben. An den Flughäfen seien Organisationen vertreten, an die sich die Betroffenen wenden könnten. Wenn Ismail N. innerhalb der nächsten zehn Jahre wieder nach Deutschland einreist, muss er die restliche Haftstrafe ohne weitere gerichtliche Entscheidung verbüßen, so das Amtsgericht Hameln.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare