CDU/Grüne/UWG-Gruppe beantragt Neuplanungen von Gewerbegebieten im Stadtgebiet

Interesse der Wirtschaft wecken

Am Uelzener Standort der Pfeifer Group, ehemals Heggenstaller, im Hafen sind 145 Mitarbeiter beschäftigt. Fotos: Ph. Schulze

Uelzen. Die CDU/Grüne/UWG-Gruppe des Uelzener Stadtrates fordert, Wirtschaftsbetrieben die Ansiedlung im Uelzener Stadtgebiet zu erleichtern. Dafür empfiehlt die Gruppe, im diesjährigen Haushaltsplan die Ausweisung von neuen Gewerbeflächen mit aufzunehmen.

Das Sägewerk Bien-Holz ist das größte Unternehmen, das sich in den vergangenen Monaten in Uelzen angesiedelt hat.

Einem potenziellen Investor müssten „sofort adäquate Bauflächen zur Erschließung“ angeboten werden können. Das sei ein zentraler Punkt der Vereinbarung der Gruppe CDU/Grüne/UWG für diese Wahlperiode. „Die Entwicklung der lokalen Wirtschaft wird von maßgeblicher Bedeutung für unsere Zukunft sein“, begründet Gruppenvorsitzender Stefan Hüdepohl den Antrag. Sie schaffe Arbeitsplätze und spiele Gewerbesteuern ein. Um den Haushalt sanieren zu können, müssten die Steuereinnahmen steigen – nicht durch Erhöhung der Steuersätze, sondern durch Erhöhung des Volumens, betont er.

„Da die bestehenden Gewerbegebiete fast komplett vermarktet sind, muss die Stadt sofort Erweiterungsflächen oder neue Flächen planen.“ Nach Ansicht des CDU-Fraktionsvorsitzenden gebe es noch weiteres Potenzial im Uelzener Hafen. Durch die Großansiedlungen sei das Gebiet schon ausgereizt, daher müssten neue Flächen erarbeitet werden – in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, damit Projekte „schnell und unbürokratisch“ durchgesetzt werden könnten. „Wir planen häufig hinterher“, kritisiert Hüdepohl, „das wollen wir nicht.“ Für den Fall, dass künftig Anfragen von Firmen kommen, müsse die Stadt einen Plan „in der Tasche“ haben. Ein Investor sollte nach Anfrage in einem engen Zeithorizont seinen Bau beginnen können, das sei ein Standortvorteil gegenüber Uelzens Konkurrenten, erklärt er. Und es sollen zudem die Vorteile der Verkehrswege Straße, Schiene, Bahn sowie den Elbeseitenkanal einbezogen werden.

Vor allem vor dem Hintergrund der Unternehmen, die sich unter anderem im Hafen und in Ripdorf in den vergangenen Monaten in Uelzen niedergelassen haben, könnten auch weitere Anfragen kommen. Als eine der größten neu angesiedelten Firmen gilt im Hafen Bien-Holz, neben der bestehenden holzverarbeitenden Pfeifer Group, ehemals Heggenstaller. In Ripdorf gebe es nach Angaben der Wirtschaftsförderung Uelzen aktiv derzeit hauptsächlich Neuansiedlungen von Unternehmen, die in der Region bereits bestehen. „Die günstige Zeit muss ausgenutzt werden“, rät Hüdepohl. Denn: „Der Bedarf soll dem Vernehmen nach da sein.“

Die Stadt Uelzen geht im Haushaltsplan 2012 von Gewerbesteuer-Erträgen in Höhe von 12,15 Millionen Euro aus. Dabei wird damit gerechnet, dass sich die Erträge um 8,7 Prozent in diesem Jahr steigern. Bei der in Uelzen vorhandenen Gewerbesteuer-Struktur seien relativ stabile Gewerbesteuererträge in Krisenzeiten garantiert, dafür bringen aber nach Angaben der Verwaltung aber Zeiten der Hochkonjunktur keine großen Ausreißer nach oben mit sich.

Von Diane Baatani

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