Fusionen sichern Arbeitsfähigkeit / Uelzen: Zimmerer und Baugewerke schließen sich zusammen

Innungen bluten aus

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Bislang hatten sich Zimmereibetriebe aus Uelzen und Lüchow-Dannenberg in einer Innung organisiert. Nun schließt sich diese Innung mit der Interessensvertretung der Baugewerke zusammen.

Uelzen. Kreishandwerksmeister Horst Saevecke weiß aus den vergangenen Jahren: Immer mehr Handwerksbetriebe im Kreis verzichten darauf, Mitglied einer Innung, der Interessenvertretung für handwerkliche Unternehmen, zu sein.

Von den Betrieben würden in erster Linie die Kosten für eine Mitgliedschaft gesehen, erst dann, und wenn überhaupt, das Beratungsangebot beispielsweise beim Arbeitsrecht oder die Vergünstigungen. „Man hat schon schwer zu argumentieren“, sagt Saevecke.

Erschwerend kommt hinzu: Die Zahl der Handwerksbetriebe insgesamt ist rückläufig. Damit dann Innungen noch arbeitsfähig bleiben, erfolgen Fusionen. Jüngstes Beispiel: Zum Beginn des neuen Jahres werden die Zimmerer-Innung Uelzen/Lüchow-Dannenberg und die Baugewerk-Innung Uelzen/Lüchow-Dannenberg gemeinsame Wege gehen. Nach einer Ende Oktober beschlossenen Fusion entsteht die Innung des Bauhandwerks Uelzen/Lüchow-Dannenberg. 31 Vollmitglieder zählt sie; Horst Saevecke wurde zum Obermeister gewählt. Der Schritt der Fusion sei richtig gewesen, meint Saevecke, um die Kräfte zu bündeln. Die Zimmerer und das Baugewerk hätten ähnlich gelagerte Herausforderungen zu meistern. In anderen Landkreisen hätten sich die Innungen bereits zusammengeschlossen, gemeint sind Celle und Lüneburg.

Sandra Jutsch, Pressesprecherin der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, vermag aus einer Liste der Fusionen weitere Zusammenschlüsse von Innungen in Niedersachsen benennen.

Von Norman Reuter

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