Ein Überblick

Gegen das Coronavirus: Impfungen in sechs Uelzener Heimen

Heidrun Jäger bekam als Pflegedienstleiterin bei der Impfaktion im Seniorenheim „Das Haus der Geborgenheit“ in Uelzen auch eine erste Impfdosis injiziert. 
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Heidrun Jäger bekam als Pflegedienstleiterin bei der Impfaktion im Seniorenheim „Das Haus der Geborgenheit“ in Uelzen auch eine erste Impfdosis injiziert.

Seit gut einer Woche werden im Landkreis Uelzen Bewohner von Seniorenheimen gegen das Coronavirus geimpft. Wie viele Spritzen sind in dieser Zeit gesetzt worden? Und wann werden Kreisbewohner dann auch im Impfzentrum ihre Injektion erhalten? Ein Überblick.

Uelzen – Es ist gegen 10 Uhr, als am vergangenen Mittwochmorgen erstmals im Landkreis Uelzen ein Mensch eine Injektion mit dem Corona-Impfstoff gesetzt bekommt. Der Impfstart erfolgt im Seniorenheim „Das Haus der Geborgenheit“ an der Brauerstraße in Uelzen – Pflegedienstleiterin Heidrun Jäger kann sechs Tage später berichten: Bewohner und Mitarbeiter haben die erste Impfrunde gut überstanden. „Kein Einziger hat irgendwelche Symptome gezeigt“, sagt Jäger.

Rund vier Stunden haben die Impfungen der gut 35 Bewohner und etwa 20 Mitarbeiter an der Brauerstraße in Anspruch genommen. „Gegen 14 Uhr waren wir durch“, sagt die Pflegedienstleiterin. Wie viele weitere Impfungen hat es seitdem gegeben?

Bisher 706 Geimpfte in den beiden Kreisen

Nach Angaben der hiesigen Kreisverwaltung sollten bis gestern Abend in den beiden Landkreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg 706 Menschen ihre erste Impfdosis erhalten haben. Dazu muss man wissen: Das Vakzin wird den Impfzentren zur Verfügung gestellt. Das in der Uelzener Stadthalle entstandene Zentrum ist nicht nur für den hiesigen Landkreis, sondern auch für den Nachbarkreis Lüchow-Dannenberg zuständig. Die erste Lieferung in der vergangenen Woche für beide Kreise umfasste 975 Impfdosen.

Davon wurden bisher 428 im Landkreis Uelzen und 261 im Landkreis Lüchow-Dannenberg injiziert, auch die bisher 17 Mitarbeiter des Impfzentrums erhielten ihre erste Impfdosis. Anders formuliert: Im Landkreis Uelzen wurden bisher in sechs Alten- und Pflegeheimen Impfungen vorgenommen – 26 gibt es insgesamt.

Nadelöhr bei der Impf-Aktion, um zügig voranzukommen, ist nach Erklärungen des Landkreises, dass ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. So will die Kreisverwaltung auch einen möglichen Leerlauf bei der Impfkampagne nicht ausschließen, wenn die Impfdosen vor dem Eintreffen neuer Ampullen aufgebraucht sein sollten.

Nächste Lieferung am Donnerstag

Aber es ist nicht vorgesehen, dass extra Impfstoff vorsichtshalber gelagert wird, um die zweite Impfdosis zu garantieren. Bei dem zurzeit genutzten Vakzin der Hersteller Biontech und Pfizer ist nach gut drei Wochen eine zweite Injektion notwendig, damit Geimpfte einen ausreichenden Schutz entwickeln. Über eine etwaige Erweiterung dieses Zeitraumes wird zurzeit diskutiert.

Nach Auskunft des Landkreises werden vorhandene Impfdosen „schnellstmöglich“ injiziert. „Das Land stellt sicher, dass für die jeweils erforderliche zweite Impfung rechtzeitig Impfstoff geliefert wird“, so die Auskunft. Für diesen Donnerstag ist die nächste Lieferung angekündigt. Weil nun sechs statt fünf Impfdosen einer Ampulle entnommen werden dürfen (AZ berichtete), wird die Lieferung für 1170 Injektionen reichen.

Die Impfungen erfolgen nach einer festgelegten Reihenfolge. Menschen in Heimen und Pflegepersonal haben Priorität, danach folgen Menschen jenseits der 80 Jahre. Kreisbewohner bewegt die Frage, wann sie einen Impftermin erhalten. Dazu die Kreisverwaltung: „Mit den Impfungen im Impfzentrum wird voraussichtlich Anfang Februar begonnen werden können.“ Der Starttermin dafür sei abhängig von der Menge des gelieferten Impfstoffs.

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