Startschuss am 22. Februar

Nur noch wenige Tage bis zum Impfstart in der Stadthalle Uelzen

DRK-Mitarbeiter im Impfzentrum in der Stadthalle Uelzen.
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Für alle Eventualitäten: Auch ein Bereich für medizinische Behandlung ist vom DRK im Impfzentrum eingerichtet worden.
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Am Montag kommender Woche sollen erstmals Menschen in der Uelzener Stadthalle, die zum Impfzentrum umgewandelt wurde, eine Corona-Schutzinjektion erhalten. Die Über-80-Jährigen in Stadt und Landkreis erhalten jetzt einen Brief, dass es für sie losgehen soll.

Uelzen/Landkreis – Dieser Termin steht: Die Betriebsaufnahme des Impfzentrums an der Straße an der Zuckerfabrik in Uelzen. Kommenden Montag (22. Februar) ist es soweit. Nach erfolgten Impfungen in den Pflegeheimen sollen nun die weiteren Menschen der ersten Prioritätsgruppe ihre Corona-Schutzinjektionen erhalten. Das betrifft vor allem die Über-80-Jährigen.

Mit einer Betriebsaufnahme des Impfzentrums war zuletzt nicht vor März gerechnet worden. Dass sie nun früher kommt, ist einem Kurswechsel des Landes geschuldet, ist auf AZ-Nachfrage aus dem Uelzener Kreishaus zu erfahren. Zunächst war stets die Hälfte der Impfstoffmengen zurücklegt worden, um sicherstellen zu können, dass immer ausreichend Dosen für die notwendige zweite Impfung vorhanden sind. Inzwischen sind die Lieferungen so stabil, dass jetzt nicht mehr so viel aufbewahrt werden muss. „Die freigewordene Liefermenge konnte unter den Landkreisen aufgeteilt werden“, so die Uelzener Kreisverwaltung. Davon profitiert auch die Region.

Impfung für bis zu 20 Personen pro Stunde

Wie viele Personen sich letztlich bei Betriebsaufnahme des Impfzentrums eine Injektion setzen lassen können, ist aber noch unklar. Das werde sich in den nächsten Tagen klären, heißt es aus dem Kreishaus.

Vorbereitet ist jedenfalls derzeit eine von vier Impfstraßen in der Stadthalle. Pro Stunde könnten in ihr bis zu 20 Personen ihre Injektionen erhalten, so die Auskunft. Und weiter: „Die Anzahl der einsatzbereiten Impfstraßen im Impfzentrum wird an die Impfstoffkapazitäten und die Termine angepasst.“

Biontech, Moderna oder Astrazeneca – welche Impfstoffe kommen im Kreis zum Einsatz? Dazu die Kreisverwaltung: „Ab Ende Februar sind im Landkreis Uelzen alle drei Impfstoffe verfügbar und werden dementsprechend verimpft werden.“

Informationen zur Impfung per Brief verschickt

Aber wie überhaupt einen Termin bekommen und was, wenn jemand nicht die Möglichkeit hat, eigenständig zum Impfzentrum zu kommen? Der Landkreis hat an die Über-80-Jährigen ein Schreiben mit den wichtigsten Informationen abgefasst, es wird mithilfe der Kommunen verschickt.

Im Impfbrief sind Telefonnummer und Internet-Adresse für eine Terminvereinbarung zu finden (Telefon (0800) 9988665, www.impfportal-niedersachsen.de), aber auch Angaben dazu, welche Dokumente mitzubringen sind. Erklärt wird der Ablauf im Impfzentrum und was zu beachten ist, wenn jemandem aus gesundheitlichen oder organisatorischen Gründen keine selbstständige An- und Abreise möglich ist. Über den Hausarzt ist eine Verordnung für die Krankenbeförderung denkbar. Eine Übersicht zu Unternehmen, die das anbieten, ist beigefügt.

Aber auch dieser Hinweis ist in dem Schreiben, das die Unterschrift von Landrat Dr. Heiko Blume, trägt zu finden: „Sollte es Ihnen gar nicht mehr möglich sein, Ihre Wohnung/Ihr Haus zu verlassen, muss ich Sie bitten, sich noch etwas zu gedulden. Sie werden dann zuhause geimpft.“ Aber das werde erst möglich sein, wenn in der EU ein Impfstoff zugelassen sei, der nicht gekühlt werden müsse. Das Land rechne im Frühsommer damit.

Informationen auch an Bewohner von Pflegeheimen

Die Hansestadt Uelzen hat am Freitag damit begonnen, die Briefe an Über-80-Jährige im Stadtgebiet zu verschicken. Etwa 3000 Schreiben gehen hinaus, berichtet Petra Heinzel vom Seniorenservicebüro der Stadt. Den Briefen beigefügt ist auch noch eine kurze Info der Stadt, die erklärt, dass das Seniorenservicebüro bei Fragen zum Thema Impftermin gerne behilflich ist.

Es wird so sein, dass die Impfbriefe an alle Über-80-Jährigen gehen, also auch an Bewohner von Pflegeheimen, wenn sie das entsprechende Alter haben, berichtet Heinzel. Womöglich erhielten sie aber schon ihre Injektionen im Zuge der Impfkampagne in den Heimen. Ein Rausfiltern der Adressen war wohl nicht möglich. Heinzel kündigt an, sich per Mail mit den Heimen in Verbindung setzen und sie darüber aufklären zu wollen, damit keine Irritationen entstehen.

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