Es geht um Erfahrungen

Impfung beim Hausarzt: Kreis Uelzen nimmt an Pilotprojekt teil

Geimpft werden sollen in der Arztpraxis im Landkreis beispielsweise Polizisten, Erzieher, Lehrer und Ärzte (Symbolbild).
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Geimpft werden sollen in der Arztpraxis im Landkreis beispielsweise Polizisten, Erzieher, Lehrer und Ärzte (Symbolbild).
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Es ist Teil eines Pilotprojektes in Niedersachsen: Von Montag an werden in einer Hausarztpraxis im Landkreis Uelzen Menschen bis 65 Jahre gegen das Coronavirus geimpft.

Uelzen/Landkreis – Wie Detlef Haffke, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), gegenüber der AZ sagt, sollen Erfahrungen gesammelt werden für spätere Zeiten, in denen eine flächendeckende Impfung mobiler Patienten in Arztpraxen stattfinden soll. Für einen dann reibungslosen Ablauf werden jetzt im kleinen Stil die Belieferung mit Impfstoff, die Lagerung und die Dokumentation durchgespielt.

Geimpft werden sollen in der Arztpraxis im Landkreis beispielsweise Polizisten, Erzieher, Lehrer und Ärzte – also Personen, der zweiten Prioritätsstufe bis zu einem Alter von 65 Jahren. Es können keine Impftermine von sich aus vereinbart werden, stellt Detlef Haffke klar. „Die Impflinge werden der Arztpraxis zugewiesen.“ Injiziert wird nach Auskunft des Sprechers ausschließlich der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca.

Erste Hausbesuche im Raum Osnabrück

Auch in der Stadt und Region Hannover, in der Wesermarsch und im Landkreis Leer wird von Montag an in Hausarztpraxen geimpft. Bereits seit Freitag besuchen Kräfte aus vier Osnabrücker Praxen Über-80-Jährige, die nicht mehr ihr Haus verlassen können, und impfen diese in den eigenen vier Wänden. „Die Hausärzte wissen am besten, welche ihrer Patienten für das Impfen gegen Covid-19 in der Häuslichkeit infrage kommen. Die Priorisierung der Über-80-Jährigen wird von der Praxis vorgenommen. Verwendet wird dabei ausschließlich der Biontech/Pfizer-Impfstoff“, erklärt dazu der Vorstandsvorsitzende der KVN, Mark Barjenbruch.

Insgesamt neun Arztpraxen in Niedersachsen nehmen an dem Pilotprojekt teil. Um welche Arztpraxis es sich im Landkreis Uelzen handelt, dazu will die KVN keine Angaben machen. „Dort soll in Ruhe gearbeitet werden können“, so Detlef Haffke. Es sei auch vereinbart, dass der Pilotprojekt abgebrochen werde, sollte es zu einem Ansturm von Impfwilligen kommen.

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