Immer mehr Zugbegleitungen: Bahnhofsmission knackt bald 1000er-Marke

„Eine Perle“ für Reisende

+
943 Personen wurden in diesem Jahr von der Bahnhofsmission Uelzen begleitet. 2008 waren es noch 70 Zugreisende. Das Team um Einrichtungsleiter Wolfgang Scholz und Elke Holtheuer ist auf die Arbeit von Ehrenamtlichen angewiesen.

Uelzen. Die Uelzener Bahnhofsmission knackt in diesem Jahr noch die 1000er-Marke: 943 Personen ließen sich von den zwei Angestellten und 14 Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission in diesem Jahr auf Zugfahrten begleiten. Das waren bislang insgesamt 310 Touren.

Für die Weihnachtszeit liegen schon viele weitere Anmeldungen vor. Damit haben sich die Anfragen an das Team in den vergangenen fünf Jahren mehr als verzehnfacht. So wurden im Jahr 2008 noch 70 Zugreisende und insgesamt 63 Fahrten gezählt.

„Die Bahnhofsmission ist eine Perle unter unseren Einrichtungen“, zeigt sich Gabriel Siller, Geschäftsführer des Trägerverbandes, des Diakonieverbandes Nordost-Niedersachsen, zufrieden mit der Leistung des Teams. Die Steigerung an Begleitfahrten sei besonders zu würdigen, da zu Beginn dieses Jahres die Bahnhofsmission eine der Einrichtungen der Diakonie war, in denen die vorgegebenen Einsparungen durch die Landeskirche am stärksten umgesetzt wurden. Eine halbe Stelle besetzt Wolfgang Scholz, statt wie zuvor 30 Stunden, und zehn Stunden pro Woche arbeitet Elke Holtheuer dort. Ohne das Engagement der Ehrenamtlichen könnten die beiden die bislang 1400 Stunden in diesem Jahr für Begleitfahrten kaum bewerkstelligen, berichtet Wolfgang Scholz. Hinzu kommen rund 400 Stunden für die Koordination des Teams. Und der Diakonieverband könnte die Begleitungen kaum finanzieren, wenn Scholz nicht so große freiwillige Unterstützung erhielte, fügt Siller hinzu. Scholz selbst erhalte zwar das Gehalt für eine halbe Stelle, er arbeite jedoch oft trotzdem fast Vollzeit.

Um nun zusätzlich Unterstützung zu erhalten, hat die Bahnhofsmission einen Platz für ein Freiwilliges Soziales Jahr beantragt und auch eine Genehmigung erhalten. Auch dafür stellt der Kirchenkreis die Mittel bereit.

Die Mitarbeiter der Bahnhofsmission begleiten unter anderem Bewohner des Martinshofs auf ihren Fahrten nach Hause und einzelne Personen, darunter behinderte Menschen und Scheidungskinder, die 14-tägig die Hilfe der Bahnhofsmission in Anspruch nehmen. Wenn freitags die Fahrten für den Martinshof einmal monatlich anstehen, seien vier Personen im Einsatz. Wenn sich dann zusätzlich Reisende für andere Strecken melden, werde es eng, berichtet Scholz. Daher wurde die Anmeldefrist für Begleitungen verlängert – von drei Tagen vor Fahrtantritt auf sieben Tage.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare