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Im Landkreis Uelzen steigt die Quote im Juli von 4,2 auf 4,7 Prozent

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Von: Theresa Brand

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Jobmesse für ukrainische Geflüchtete
Auch im Landkreis Uelzen haben sich im Juli deutlich mehr ukrainische Staatsbürger arbeitslos gemeldet. © Christoph Soeder

Gestern veröffentlichte die Agentur für Arbeit die neuen Zahlen zur Arbeitslosenquote. Diese ist deutlich gestiegen, liegt aber niedriger als im Juli 2021.

Uelzen/Landkreis – Die Arbeitslosenquote ist von Juni auf Juli im Geschäftsstellenbezirk Uelzen der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen – also im Landkreis Uelzen – deutlich von 4,2 auf 4,7 Prozent gestiegen. Konkret waren 2222 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 256 Personen mehr als im Vormonat, aber immerhin noch 106 weniger als vor einem Jahr. Im Juli 2021 lag die Arbeitslosenquote bei 4,9 Prozent.

Nach gestern von der Agentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen meldeten sich im Juli 666 Personen neu oder erneut arbeitslos. Das sind 159 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 429 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Seit Jahresbeginn gab es damit insgesamt 3542 Arbeitslosmeldungen, was einem Minus von 64 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Dem gegenüber stehen 3448 Abmeldungen von Arbeitslosen.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit kann auf zwei Hauptfaktoren zurückgeführt werden. Zum einen sind mehr Geflüchtete aus der Ukraine bei den Jobcentern gemeldet und zum anderen nahm wie im Sommer üblich die Jugendarbeitslosigkeit zu“, berichtet Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen.

Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen aus der Ukraine lag im Landkreis Uelzen im Juli bei 101 – das sind 93 mehr als im Juni.

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Landkreis im Juli um deren 22 auf 1249 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 281 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 274 neue Arbeitsstellen, 40 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1871 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 55.

Trotz der gestiegenen Arbeitslosenquote sagt Kerstin Kuechler-Kakoschke mit Blick auf ihr gesamtes Zuständigkeitsgebiet: „Der Stellenmarkt ist weiterhin im Aufwind. Es gibt mehr als 6300 freien Stellen in unserer Region.“ Um die Chancen auf eine neue Beschäftigung zu verbessern, könnten Arbeitsagenturen und Jobcenter Weiterbildungen und Umschulungen fördern. Der erste Schritt sei ein persönliches Beratungsgespräch, um Perspektiven zu entwickeln oder Vorstellungen abzuklären.

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