Stadt veröffentlicht Kostenrechnung / Pläne für Belebung der Fluss-Aue

Erstmals werden Zahlen genannt: Uelzens Ilmenausee für 4,9 Millionen Euro

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Wird hier einmal ein See mit Fontäne zu sehen sein? Laut Kostenermittlung würde er 4,9 Millionen Euro kosten.

Uelzen. Für die einen ist es ein Projekt, mit dem Uelzen attraktiver wird; andere stellen die Frage, was das wohl kosten wird. Erstmals nennt nun die Hansestadt Uelzen, wenige Tage, bevor die politischen Beratungen starten, Zahlen zum Bau eines Ilmenausees am Herzogenplatz:

Die Kosten für den See einschließlich einer geänderten Führung der Fritz-Röver-Straße liegen demnach bei 4,9 Millionen Euro.

 

Passend zu dem Thema: Unsere Artikelsammlung zum Großprojekt Ilmenausee

An Zuschüssen könnten Gelder aus dem Bund-Länder-Programm „Zukunft Stadtgrün“ fließen – jedoch nur, wenn auch die Ilmenau-Auen in das Projekt eingebunden würden, so die Hansestadt. Deshalb werde bei der ersten politischen Beratung am kommenden Dienstag ergänzend ein Konzept für die Belebung des Grüngürtels entlang der Ilmenau vorgestellt. „Nördlich der Gudestorbrücke könnten ein Auegarten, neue Wegeverbindungen, Holzbrücken und -podeste an der Ilmenau, eine Boulebahn, Beachvolleyball-Felder und einiges mehr entstehen.“ Das Gesamtkonzept könnte mit rund fünf Millionen Euro gefördert werden, so die Stadt weiter. Bei einem Gesamtprojektvolumen von rund 8,9 Millionen Euro bliebe damit ein Eigenanteil der Hansestadt von 3,9 Millionen Euro.

Die Pläne für den Bau eines Sees sehen zur Belebung des Gebietes auch zwei neue Häuser vor, in denen weitere gastronomische und kulturelle Angebote in der Stadt entstehen könnten. Rund 500 000 Euro seien, rechnet die Hansestadt vor, aus dem Verkauf der Grundstücke für die Häuser zu erzielen, die den Eigenanteil noch einmal reduzieren könnten.

Für die Politik sind aber nicht allein die Kosten für den Bau entscheidend. Wie SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Knust sagte, seien auch die Folgekosten für die Unterhaltung der Anlagen zu betrachten (AZ berichtete gestern in ihrer gedruckten Ausgabe). Wie aus der Machbarkeitsstudie zum Ilmenausee hervorgeht, die der AZ vorliegt, rechnet die Stadt mit jährlichen Unterhaltungskosten beziehungsweise einem Mehraufwand bei der Pflege in Höhe von 50 000 Euro für den See und in Höhe von 45 000 Euro für die neuen Anlagen in den Ilmenauwiesen.

Von Norman Reuter

Mehr zu dem Thema steht heute in der gedruckten Ausgabe sowie im E-Paper.

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Kommentare

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funcruiserAntwort
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Ja die Mieten in Lüneburg sind mittlerweile für den normal verdienenden Bürger auch kaum noch zu bezahlen,und diese Zustände will ich hier nicht haben! Was einige der eifrigen Befürworter wollen sind Wohnungen der gehobenen Luxusklasse in der City für die gutbetuchtre Schicht und die Anderen sollen dann nach Pieperhöfen ziehen,wa?....Die Bürger sollen endlich mal nachdenken wer hier wirklich den Nutzen von der Sache hat! Also weg mit diesem Projekt.Und das ganze soll der Steuerzahler dann auch noch bezahlen...

heidesprinterAntwort
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Ach diese Gutachten...
Ich urteile als Steuerzahler mit gesundem Menschenverstand und der sagt: Stoppt dieses überteure Millionenprojekt!

HorstTheoAntwort
(0)(1)

„Mückenaufzugsstation“ disqualifiziert Sie leider von diesem Diskurs. Polemischer und unsachlicher geht es kaum oder haben Sie den Ratsteich und die Überschwemmungswiese an der Greyerbrücke (beide verursachen im Übringen keine Mückenplage) einfach unter den Tisch fallen lassen, weil es nicht in Ihre fragwürdige Argumentationskette passt!? Bahnhof, Verkehr (der auch noch an der dahinsiechenden Innenstadt vorbeigeführt wird) lösen unsere Probleme nicht. Und Ruinen in der Stadt würde es kaum geben (vgl. Lüneburg), wenn es sich lohnen würde, in die Häuser zu investieren. Würden sie etwa arbeiten gehen, ohne dafür entlohnt zu werden? Aufwachen und Zusammenhänge erkennen (wollen) bzw. verstehen (können) ist die Devise. Zum Verkehr noch ein Hinweis: Lesen Sie das Gutachten des Fachbüros, dann würden Sie sicher nicht so leichtfertig ins Unreine schreiben.