Vier junge Paddler bewältigen knapp 88 Kilometer auf dem Wasser

Die Ilmenau an einem Tag

Glückliche Ankunft am Abend in Hoopte: Die vier abenteuerlustigen Kajakfahrer Sebastian Seifert, Lucas Marks, Peter Florian Tripp und Jan Täger (von links).

Uelzen/Landkreis. Die Ilmenau einmal komplett im Kajak zu durchfahren, war das Ziel für vier Studenten. Um sieben Uhr morgens ging es südlich von Uelzen los; dort, wo die beiden Quellflüsse Gerdau und Stederau zusammenfließen und zur Ilmenau werden.

Sebastian Seifert (Lüneburg), Lucas Marks (Hamburg), Peter Florian „Floppe“ Tripp (Stelle, Student in Suderburg) und Jan Täger (Lüneburg) bestiegen ihre Wassergefährte und paddelten los.

Ihr Ziel war ehrgeizig gesteckt: Bis zur Mündung in die Elbe bei Hoopte wollte das Quartett die Ilmenau an einem Tag entlangfahren. Stole 87,6 Kilometer waren zu bewältigen. „Wenn alles planmäßig klappt, sind wir heute Abend kurz nach 21 Uhr in der Elbe“, scherzten die vier, denen Oliver Hohmann von „Kanu aktiv“ als Sponsor zur Seite stand. Weitere Unterstützung gab es auch vom Hochschulsport der Leuphana-Universität, der bei den Vorbereitungen einige Kontakte vermittelte und die Trainingsboote zur Verfügung stellte. Auf dem langen Weg nach Hoopte gab es einige Hindernisse zu überwinden. „Wir mussten die Boote an einigen Wehre umtragen, über einen querliegenden Baum hinweghieven und sie hinter Lüneburg auch noch um drei Schleusen herumtragen“, erzählt Sebastian Seifert.

Auch das Wetter hatte an diesem Tag einiges zu bieten. „Wir haben gegen alles gekämpft, was die Natur zu bieten hat: Sonne, Regen, Gewitter und Wind, und auf den letzten Kilometern kam uns dann sogar noch die Flut der Elbe entgegen“, sagt Jan Täger.

Besonders begeistert waren die vier Paddler von den vielen Tieren, die an der Ilmenau zu finden sind. „Wir haben unzählige Enten mit Küken, Schafe, Pferde und Kühe gesehen. Die besonderen Highlights waren jedoch mehrere Graureiher und sechs Eisvögel“, schwärmt Lucas Marks.

Keiner der vier war jemals eine solche Distanz gefahren. „Beflügelt wurden wir vom Ehrgeiz und von dem ausgezeichneten Teamzusammenhalt“, resümiert Peter Florian Tripp. Als das Quartett abends seine Leistung feierte, war Jan Täger immerhin noch zu Scherzen aufgelegt: „Anfangs lief es leicht, aber die letzten 70 Kilometer musste ich wirklich kämpfen...“

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